Gedenkprojekt "Fahnen der Erinnerung" würdigen Opfer des KZ Mittelbau-Dora

Mit dem Aufstellen der ersten "Fahnen der Erinnerung" hat der Verein "Jugend für Dora" am Dienstag sein Projekt zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora gestartet.

Drei Jungen mit einer auf den Boden gestellten Fahne stehen neben einer hohen Steintafel mit einer Erinnerungsinschrift für die Häftlinge des KZ-Außenlagers
Bildrechte: MDR/Franziska Hentsch

Eine der Fahnen stellten die Vereinsmitglieder in Ellrich auf. Die Fahnen sollen das weit verzweigte Lagersystem des KZ in der Harzregion mit Außenlagern in rund 30 Gemeinden verdeutlichen. Am Fuß der Fahnen informieren Aufkleber über die jeweilige Belegungsstärke und die Auflösungsphase im Frühjahr 1945. Dabei wird der Fokus auf die Todesmärsche gerichtet, die oft nur wenige Tage vor dem Eintreffen der amerikanischen Truppen begannen. Die westlichen Alliierten befreiten das Lager bei Nordhausen am 11. April 1945. Den Todesmärschen von Mittelbau-Dora ist ab 13. April eine Sonderausstellung in der KZ-Gedenkstätte auf dem einstigen Lagergelände gewidmet. In dem Außenlager des KZ-Buchenwald arbeiteten 60.000 Häftlinge und Zwangsarbeiter für Rüstungsprojekte, teilweise in unterirdischen Anlagen. Jeder dritte von ihnen starb.

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1 Kommentar

08.04.2015 19:47 werner 1

Der deutsche Totenkult. Aber den von Anglo-amerikanischen Bombern bis 1945 ermordeten deutschen Zivilisten wird hier nirgends gedacht.
Es ist traurig.