Bad Frankenhausen|Sondershausen|Sömmerda Rot-Kreuz-Krankenhausgesellschaft hat Insolvenzantrag gestellt

Die DRK-Krankenhausgesellschaft Thüringen-Brandenburg gGmbH hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind vier Häuser in Bad Frankenhausen, Sondershausen, Sömmerda und Luckenwalde mit rund 1.700 Beschäftigten. Der Insolvenzantrag der gemeinnützigen GmbH wurde beim Amtsgericht Mühlhausen eingereicht. Das Gericht ordnete daraufhin die vorläufige Eigenverwaltung an. Unklar ist, inwiefern sich das Verfahren auf die Alten- und Pflegeheime in Artern sowie die Versorgungszentren Bad Frankenhausen und Teltow-Fläming auswirken. Auch die zum Jahresende angekündigte Schließung des Krankenhauses in Bad Frankenhausen ist nach Angaben des Thüringer Gesundheitsministeriums damit vom Tisch. Das Ministerium hatte nach der angekündigten Schließung Hilfe angeboten.

Manniske-Krankenhaus in Bad Frankenhausen von außen
Das (Rote Kreuz-) Manniske-Krankenhaus in Bad Frankenhausen (Archivbild). Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob

Aus dem Ministerium hieß es Mittwochnachmittag, die Anordnung der Eigenverwaltung habe "keine Auswirkungen auf den laufenden Betrieb der drei Standorte". Gesundheitsministerin Werner begrüße ausdrücklich, dass seitens des DRK versichert wurde, dass die Versorgung und Behandlung der Patienten gesichert bleibt. Ministerin Werner sagte: "Die bisherigen gemeinsamen Anstrengungen, eine tragfähige Lösung für die DRK-Kliniken zu finden, waren nicht umsonst. Das Insolvenzverfahren wird hoffentlich den nötigen Freiraum verschaffen, um eine dauerhaft tragfähige Struktur für die medizinische Versorgung der Landkreise Kyffhäuser und Sömmerda zu entwickeln. An diesen Gesprächen wird sich das Thüringer Gesundheitsministerium aktiv beteiligen."

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | MDR THÜRINGEN Regional | 12. Dezember 2018 | 15:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Dezember 2018, 19:08 Uhr

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7 Kommentare

13.12.2018 18:07 bigdoc42 7

Das Problem liegt weder beim Betreiber (DRK) noch beim Management der Klinik. Die Rahmenbedingungen werden von der "großen" Politik in Berlin vorgegeben und heissen "DRG-Fall-Pauschalen". Mit diesen Fall-Pauschalen werden seit Jahren die kleinen Krankenhäuser platt gemacht, weil Politik und Krankenkassen meinen, wir hätten zuviele Kliniken in Deutschland. Und so werden die Erlöse für die kleinen Häuser systematisch runter gefahren mit der (gewollten) Konsequenz, dass Häuser geschlossen oder insolvent werden.

13.12.2018 12:09 Gerd Müller 6

Hauptsache bei denen da Oben stimmt die Kasse alles andere ist doch egal, Kapitalismus eben, hat man doch gelernt oder geschlafen?
Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht und der ganz große Knall kommt erst noch, hat man doch auch gelernt oder?

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