Bad Frankenhausen Demo gegen Krankenhaus-Schließung

Am Montagabend haben etwa 700 Menschen für den Erhalt des Manniske-Krankenhauses in Bad Frankenhausen demonstriert. Landrätin Antje Hochwind forderte vom DRK, alle Zahlen und Fakten auf den Tisch zu legen. Erst, wenn alle Beteiligten wüssten, worüber konkret geredet wird, könne auch konkret gehandelt werden. 220 Mitarbeiter stehen vor dem Aus. Noch in dieser Woche soll es Gespräche mit dem DRK geben, wie es jetzt weitergehen kann. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass das DRK als jetziger Träger das Krankenhaus wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage zum Jahresende schließen will.

Bad Frankenhausen Hunderte gegen Schließung des DRK-Krankenhauses

Mehr als 700 Menschen haben am Montag gegen die geplante Schließung des DRK-Krankenhauses in Bad Frankenhausen demonstriert. Zum Jahresende sollen sich dort die Türen schließen.

Matthias Strejc, Bürgermeister von Bad Frankenhausen, spricht vor mehreren Menschen.
Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) hatte zu der Kundgebung am Montagabend aufgerufen. Er wirft dem Deutschen Roten Kreuz vor, als Betreiber bewusst für die wirtschaftliche Schieflage der Klinik gesorgt zu haben. Bildrechte: MDR/Katharina Melzer
Matthias Strejc, Bürgermeister von Bad Frankenhausen, spricht vor mehreren Menschen.
Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) hatte zu der Kundgebung am Montagabend aufgerufen. Er wirft dem Deutschen Roten Kreuz vor, als Betreiber bewusst für die wirtschaftliche Schieflage der Klinik gesorgt zu haben. Bildrechte: MDR/Katharina Melzer
Hunderte Menschen stehen auf einem Platz.
Dem Aufruf waren mehr als 700 Betroffene gefolgt. Sie machten auf Plakaten und Bannern ihrem Unmut Luft. Bildrechte: MDR/Katharina Melzer
Manniske-Krankenhaus von außen
In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass das Manniske-Krankenhaus in Bad Frankenhausen geschlossen werden soll. 220 Mitarbeiter stehen vor dem Aus. Bildrechte: MDR/DRK
Landrätin Antje Hochwind spricht vor mehreren Menschen.
Auch Landrätin Antje Hochwind (SPD) sprach auf der Kundgebung. Sie forderte das DRK auf, alle Zahlen und Fakten auf den Tisch zu legen. Bildrechte: MDR/Katharina Melzer
Mehrere Menschen bei einer Demo halten Fackeln in die Höhe.
Wie die Polizei mitteilte, hatten sich die Menschen etwa eineinhalb Stunden lang auf dem Parkplatz vor dem Krankenhaus versammelt. Aktuell sind dort rund 200 Mitarbeiter, davon 17 Ärzte und 77 Pflegekräfte beschäftigt. Bildrechte: MDR/Katharina Melzer
Mehrere Menschen stehen auf einem Platz.
Nach DRK-Angaben fährt das Krankenhaus derzeit pro Tag mehr als 10.000 Euro Verluste ein. Die Auslastung liege aktuell bei 58 Prozent, wirtschaftlich seien mindestens 85 Prozent. Bildrechte: MDR/Katharina Melzer
Vor einem Banner lodert ein Feuer.
Noch in dieser Woche soll es Gespräche geben, wie es mit dem Krankenhaus weiter gehen kann. Laut Sozialministerin Heike Werner (Linke) ist der Freistaat am Erhalt interessiert. Bildrechte: MDR/Katharina Melzer
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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 20. November 2018 | 06:40 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 19. November 2018 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. November 2018, 11:55 Uhr

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4 Kommentare

21.11.2018 18:35 Hhhhh 4

Mann hat nur noch gewinnen im Auge um Gesundheit geht's schon lange nicht mehr Mann sollte doch Mal unsere Volksvertreter einige Tage im Gesundheitswesen arbeiten lassen vielleicht bekommen sie da etwas mit von der Arbeit die überall geleistet wird

20.11.2018 20:10 inge lehmann 3

Ich bin in Bad Frankenhausen geboren und habe von 1969 bis 1972 im Manniske Krankenhaus Schwester gelernt . Ich kann mich noch an Chefarzt Dr. Weber und Oberschwester Frau Steinacker erinnern und jetzt kann ich es kaum glauben das man in einer Kurstadt das Krankenhaus schliessen will. Der Liebe wegen war ich in den 70 zigern Richtung Magdeburg gezogen. Auch bei uns wurde das Krankenhaus geschlossen und man hoffte das die Kranken ins Kreiskrankenhaus gehen. Aber fuer viele ist die Landeshauptstadt mit ihren Krankenhäusern viel naeher und mit öffentlichen Verkehrsmitteln besser zu erreichen. Ich hoffe das DRK ueberdenkt nochmal die Schließung. Fuer eine Stadt wo Rehaeinrichtung und Armee sich befindet, gehört auch ein Krankenhaus .

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