Manniske-Krankenhaus in Bad Frankenhausen von außen
Manniske-Krankenhaus in Bad Frankenhausen Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob

Bad Frankenhausen Manniske-Krankenhaus: DRK schließt Trägerwechsel nicht aus

Das DRK will sein Krankenhaus in Bad Frankenhausen verkleinern - und somit Kosten sparen. Der Landkreis befürchtet Lücken in der Versorgung. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht, aber es gibt Vorschläge.

Manniske-Krankenhaus in Bad Frankenhausen von außen
Manniske-Krankenhaus in Bad Frankenhausen Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob

Die DRK-Krankenhausgesellschaft schließt einen möglichen Trägerwechsel des Manniske-Krankenhauses in Bad Frankenhausen nicht aus. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Michael Schneider, sagte MDR THÜRINGEN, das DRK werde ein Angebot von Landkreis und Südharz-Klinikums in Nordhausen prüfen. Sowohl eine Zusammenarbeit mit dem Südharz-Klinikum als auch ein Verkauf seien möglich. Guten Lösungen verschließe man sich nicht.

DRK will die Chirurgie schließen

Gegenwärtig wird öffentlich über den Erhalt des Krankenhauses diskutiert. Das DRK will die Chirurgie schließen und die Klinik damit deutlich verkleinern will. Die drei DRK-Kliniken in Bad Frankenhausen, Sondershausen und Sömmerda sollen somit weiter spezialisiert werden. Grund ist auch die fehlende Auslastung. Die DRK-Krankenhausgesellschaft Thüringen-Brandenburg macht mit der Kurstadt-Klinik jährlich drei bis vier Millionen Euro Verlust.

Schneider sagte, die Chirurgie sei zu schlecht ausgelastet. Patienten sollten für Operationen künftig nach Sondershausen oder Sömmerda fahren. Im Notfall sei die Versorgung in Bad Frankenhausen trotzdem gewährleistet. Kleinere Eingriffe könnten zudem in den ambulanten chirurgischen Praxen im Medizinischen Versorgungszentrum Bad Frankenhausen durchgeführt werden.

Kommunale Krankenhausgesellschaft im Gespräch

Manniske-Krankenhaus in Bad Frankenhausen von außen
Wie geht es mit der Klinik weiter? Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob

Der Landkreis befürchtet, dass die Versorgung damit nicht mehr sichergestellt werden kann. Er und der Landkreis Nordhausen erwägen, für die Manniske-Klinik eine kommunale Krankenhausgesellschaft zu gründen. Wie ein Sprecher des Kyffhäuserkreises sagte, werden alle Möglichkeiten zum Erhalt des Krankenhauses geprüft. Dabei komme sowohl eine Fusion mit dem Südharz-Klinikum Nordhausen als auch eine Krankenhausgesellschaft für beide Kliniken in Frage. Es müsse die beste Lösung gefunden werden, um die Versorgung in der Region zu sichern. Die Voraussetzung: Das DRK verkauft die Klinik.

Der Nordhäuser Landrat Matthias Jendricke (SPD) sprach sich ebenfalls für eine neue Krankenhausgesellschaft der Landkreise aus. Das könne jedoch schwierig werden, wenn das DRK das Südharz-Klinikum nicht als Partner, sondern als Konkurrenz sieht. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, keine Gesprächsbereitschaft zu zeigen. Bei einer Gesprächsrunde eines beratenden Kuratoriums am Dienstagabend war kein Vertreter des DRK erschienen. Aufsichtsratsvorsitzender Schneider sagte, er habe bisher weder eine Einladung zu einem Gespräch noch ein Angebot für das Krankenhaus bekommen und nur aus der Presse daraus erfahren. Er bedauere, dass die Patienten dadurch verunsichert werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

AKTUELLES AUS THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten für Nordthüringen | 26. September 2018 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. September 2018, 20:42 Uhr

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