Kyffhäuserkreis Krokodil-Experte soll Spuren an der Unstrut untersuchen

Entweder ist das vermeintliche Unstrut-Krokodil ein Kostverächter oder eben einfach schlauer als seine Sucher. Ein totes Huhn, mit dem das Reptil geködert werden sollte, wurde jedenfalls wieder vom Flußufer abgehängt. Eine Wildkamera hatte keinen Fotobeweis liefern können. Jetzt wird mit Spannung ein Krokodil-Experte erwartet, der Spuren auswerten soll.

Suche nach vermeintlichem Krokodil in der Unstrut
Selbst mit einem Hubschrauber war in den vergangenen Tagen nach einem Krokodil in der Unstrut gesucht worden. Bislang gibt es nur Hinweise von Zeugen auf das Reptil. Bildrechte: Silvio Dietzel

Auf der Suche nach dem vermeintlichen Unstrut-Krokodil setzt der Kyffhäuserkreis auf einen Krokodil-Experten. Der Fachmann soll bis spätestens Mittwoch mögliche Krokodil-Spuren am Flussufer untersuchen und herausfinden, ob tatsächlich ein Krokodil in der Unstrut gewesen sein könnte oder noch dort ist. Das teilte das Landratsamt am Montag mit. Bis dahin bleibt der Fluss im Gebiet des Kyffhäuserkreises abgesperrt.

Lockversuch mit totem Huhn war erfolglos

Ein Monitor zeigt den Blick einer Wildkamera an der Unstrut.
Eine Wildkamera sollte das vermeintliche Krokodil auf Foto bannen - bis jetzt ohne Erfolg. Bildrechte: dpa

Ein totes Huhn, das als Köder das Krokodil anlocken sollte, wurde seitens der Behörden wieder abgehängt. Landratsamts-Sprecher Ullrich Thiele sagte, die dort aufgehängte Fotofalle habe von Mittwochmittag bis Sonntagabend keine Bilder geliefert. Bislang gibt es nur Hinweise einer Pferdebesitzerin, die das Reptil an der Unstrut bei Schönewerda - einem Ortsteil der Stadt Roßleben-Wiehe - gesehen haben will. Davor hatten aber schon Ende August Angler in Sachsen-Anhalt gemeldet, ein Krokodil in der Unstrut gesichtet zu haben.

Keine eindeutigen Krokodil-Spuren bisher

Der gesperrte Unstrut-Radweg
Teile des Unstrut-Radweges wurden gesperrt. Bildrechte: dpa

Suchaktionen sowohl dort als auch in Thüringen blieben bislang aber erfolglos. Andere mögliche Spuren, die bei Schönewerda entdeckten wurden, konnten bislang nicht einem Krokodil beziehungsweise nicht eindeutig zugeordnet werden. Am Ufer gefundener Kot stammt einer Analyse nach nicht von einem Krokodil. Abdrücke im Uferschlamm seien nicht exakt genug, um daraus Rückschlüsse ziehen zu können.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. September 2020 | 13:00 Uhr

8 Kommentare

Critica vor 5 Wochen

Ich denke, da hat sich jemand einen Scherz erlaubt und ein aufblasbares Krokodil ausgesetzt. Wahrscheinlich - so ist zu vermuten - kann er das ganze Corona-Gedöns in den Medien nicht mehr ertragen und wollte uns mal zu anderen Themen verhelfen. Es hat geklappt!

Anni22 vor 5 Wochen

@ Lyn Trotzdem ist es oft so, das solche Tiere nicht jagen können. (Ihre Katze war sicher schon immer Freigänger und nicht irgendwo weggesperrt ;-). Sprich Sie hat das Jagen gelernt.

Breakpoint vor 5 Wochen

Falls es in der Unstrut wirklich ein Krokodil gibt, wurde es ausgesetzt. Es hat da also kein festes Revier und "wandert". Krokodile müssen auch nicht täglich fressen. Ein ordentlicher Happen pro Woche reicht völlig. Spuren müsste es trotzdem geben. Weil Krokodile gern zum "Aufheizen" in der Sonne liegen. Deshalb sollte man krautfreie Uferzonen absuchen, nach Abdrücken im Schlamm. Beim derzeitigen Niedrigwasser dürfte das nicht schwierig sein. 😎

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