Weitere Spuren im Kyffhäuserkreis Suche nach Krokodil in Unstrut: Ein totes Huhn soll helfen

Die an der Unstrut gefundenen Kot-Reste stammen nicht von einem Krokodil, sondern vom Fuchs. Die Suche geht weiter.

Köder am Ufer.
Seit eine Reiterin am vergangenen Sonntag ein Krokodil in der Unstrut meldete, wird nach dem Tier gesucht. Mit einem Huhn soll das Reptil angelockt werden. Bildrechte: MDR/Silvio Dietzel

Die Anwesenheit eines Krokodils in der Unstrut bei Schönewerda im Kyffhäuserkreis hat sich durch Kot-Untersuchungen bisher nicht bestätigt. Wie das Landesamt für Verbraucherschutz mitteilte, handelt es sich bei den am Ufer gefundenen Kotresten um Ausscheidungen eines Fuchses. Auch der dort entdeckte angebissene Fisch wurde offenbar von einem Fuchs erlegt.

Eine Fußspur im Uferschlamm.
Die gefundenen Spuren könnten von einem Krokodil stammen. Bildrechte: MDR/Silvio Dietzel

Das Landratsamt des Kyffhäuserkreises will die bisherigen Sperrungen zwischen Bottendorf und Schönewerda jedoch zunächst weiter aufrecht erhalten. Heinz Ulrich Thiele vom Landratsamt sagte MDR THÜRINGEN, am Dienstag seien neue verdächtige Spuren entdeckt worden, die ein großes Tier im Uferbreich nicht ausschließen. Deshalb solle nun ein Köder, ein totes Huhn, zusammen mit einer Fotofalle am Ufer ausgelegt werden. Das sei nur ein geringer Aufwand, um Klarheit zu bekommen.

Falls es das Krokodil, das eine Pferdebesitzerin am Sonntag gemeldet hatte, tatsächlich gibt, könnte es sich inzwischen jedoch flussabwärts oder flussaufwärts entfernt haben, sagte Thiele. Die Wasserwehre seien für ein Krokodil kein Hindernis.

Am Mittwochabend wollte ein weiterer Spaziergänger das Krokodil bei Roßleben gesehen haben, wie die Thüringische Landeszeitung berichtete. Das Landratsamt soll dies bestätigt haben. Demnach habe der Spaziergänger zwischen 18 und 19 Uhr am Fluss ein Reptil entdeckt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm/sar

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 09. September 2020 | 13:00 Uhr

8 Kommentare

part vor 19 Wochen

Kein Reptil bleibt dauerhaft im Wasser, denn mindestens 4 h am Tag Sonne tanken ist angesagt. Dabei sollten auch die Randbereiche des Ufers mit einbezogen werden. Der Fischbesatz in der Unstrut dürfte ausreichend sein um eine mittlere Echse ernähren zu können. Ein totes Huhn anzubieten, erinnert doch aber sehr an Zuchtfarmen, ein Stahlkäfig mit lebenden Hühnern, wäre da wohl anziehender. Und wer es nicht glauben mag: die Krokodilartigen haben den Impakt vor 65 Millionen überlebt neben ein paar Nagetieren...

Rasselbock vor 19 Wochen

Ein Badegast will in der Unstrut baden, er wird gewarnt, hier gibt es Krokodile. Er geht trotzdem ins Wasser, kommt heraus und spricht mit sehr hoher Stimme:" Stimmt, doch Krokodile im Wasser"

eira2015 vor 19 Wochen

Ich finde es echt lustig.
Ein angebissener Fisch.
Fuchskot.
Ich bezweifle, das sich dort irgendwo ein Krokodil befindet.
Vielleicht ist es ja eine Schnappschildkröte, die auch schonmal zugebissen haben soll und nicht auffindbar war.
Menschen kommen schon auf tolle Ideen.

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