Neugestaltung Dänisches Architekturbüro gewinnt Wettbewerb für Kyffhäuser-Denkmal

Das Kyffhäuser-Denkmal soll für Besucher wieder attraktiver werden. Der Landkreis will den Zugang durch einen Aufzug erleichtern. Aus eine Reihe von Vorschlägen zur Gestaltung fiel die Wahl auf ein Büro aus Kopenhagen. Sein Entwurf wurde am Montag vorgestellt.

Der Siegerentwurf aus Kopenhagen sieht ein modernes, flaches Gebäude am Fuß des Steilhangs unterhalb des Kyffhäuserdenkmals vor. Kaum sichtbar ist ein Schrägaufzug, der die Besucher zum Denkmal transportieren soll. Die Pläne des Architekturbüros Cobe wurden am Montag im Regionalmuseum Bad Frankenhausen präsentiert. Die Sieger waren virtuell zugeschaltet, weil sie nicht aus Dänemark ausreisen durften.

Der Kyffhäuserkreis will den Eingangsbereich zum Kyffhäuserdenkmal neu gestalten, einen Schrägaufzug zum oberen Plateau bauen und 250 bis 300 Parkplätzen schaffen. Bisher erklimmen die Besucher die letzten 700 Meter zum Denkmal zu Fuß. Zudem wirkt der jetzige Eingangsbereich unübersichtlich und wenig einladend.

An dem europaweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb haben sich 15 Büros aus dem In- und Ausland beteiligt. Eine Jury hat die vier besten Arbeiten prämiert, die dem Kreis als Bauherren vorgelegt werden. Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD) zeigte sich begeistert über den dänischen Siegerentwurf: "Er fügt sich ganz harmonisch in die Landschaft ein", sagte sie bei der Präsentation der Wettbewerbsergebnisse.

Entwurf des neuen Gebäudes mit Aufzug unterhalb des Kyffhäuserdenkmals
Der Entwurf des Architekturbüros Cobe aus Kopenhagen sieht ein neues Zugangsgebäude mit Aufzug zum Denkmal vor. Bildrechte: MDR/Heidje Beutel

Neuer Bereich soll mehr Besucher locken

Der neue Eingangsbereich mit Fahrstuhl soll wieder mehr Gäste zum Kyffhäuser locken, denn die Besucherzahlen im drittgrößten Denkmal Deutschlands sind niedriger als vor zehn Jahren. Das Kyffhäuserdenkmal wurde Ende des 19. Jahrhundert zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. errichtet und soll eine Verbindung zu Kaiser Barbarossa aus dem 12. Jahrhundert aufzeigen.

Zur Zeit sichern Bauarbeiter die lockeren Felsen an der Steilwand. Wenn die politischen Gremien zugestimmt haben, will der Kyffhäuserkreis das Architekturbüro mit den nächsten Planungsschritten beauftragen und Fördergelder beim Land beantragen. Mit dem Bau könnte 2022 begonnen werden. Gleichzeitig soll das ganze Kyffhäuserareal weiterentwickelt werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 08. Juni 2020 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Frido_Freimann vor 32 Wochen

Wollen oder sollen die Leute ihren "Allerwertesten" denn gar nicht mehr bewegen ?!

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