Manniske-Krankenhaus in Bad Frankenhausen von außen
Einsatzfahrzeuge vor der Manniske-Klinik in Bad Frankenhausen Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob

Bad Frankenhausen Manniske-Klinik bleibt als Krankenhaus erhalten

Was wird aus der Klinik in Bad Frankenhausen? Diese Frage stellt sich nach der Übernahme durch die KMG-Kliniken. Jetzt ist klar: Das Haus bleibt geöffnet. Stellen werden wohl dennoch gestrichen, wenn auch weniger als bisher befürchtet.

Manniske-Krankenhaus in Bad Frankenhausen von außen
Einsatzfahrzeuge vor der Manniske-Klinik in Bad Frankenhausen Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob

Die Schließung des Manniske-Krankenhauses in Bad Frankenhausen ist offenbar abgewendet. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN haben die KMG-Klinken aus Brandenburg als künftige Eigentümer vor, das Haus entgegen dem vorgelegten Sanierungsplan weiter als vollwertiges Krankenhaus zu betreiben. So soll über die Notaufnahme hinaus eine interdisziplinäre Station mit etwa 40 Betten betrieben werden. Dort werden Basisleistungen einer chirurgischen und einer inneren Abteilung angeboten.

Geplant ist offenbar eine Intermediär-Pflegestation als Vorstufe einer Intensivstation. Auf so einer Station werden Patienten versorgt, die keine intensivmedizinische Behandlung brauchen, deren Vitalfunktionen aber überwacht werden müssen. Außerdem wird die in Bad Frankenhausen angesiedelte Palliativ-Station dort bleiben und nicht wie geplant nach Sömmerda umziehen.

40 von 100 Stellen wohl gerettet

Von den mehr als 100 Vollzeitstellen, die laut Sanierungskonzept vom WMC Healthcare abgebaut werden sollten, sind damit 40 wahrscheinlich gerettet. So ist vorläufig nicht vorgesehen, den verbliebenen Ärzten zu kündigen. Die Mitarbeiter des Krankenhauses werden am Freitag in einer Betriebsversammlung über weitere Details informiert. Offenbar soll es dann auch um eine Auffang-Lösung für jene Beschäftigten gehen, die trotzdem ihre Kündigung bekommen.

Die KMG-Kliniken bestätigten am Donnerstag, die Klinik in Bad Frankenhausen erhalten zu wollen, nannten aber keine Einzelheiten. Ein Sprecher der KMG-Klinikgruppe Bad Wilsnack verwies auf die geplante Betriebsversammlung am Freitag. Der Krankenhaus-Betreiber aus Brandenburg wird die drei Thüringer DRK-Kliniken nach Abschluss des Insolvenzverfahrens zu 100 Prozent übernehmen. Derzeit wird erwartet, dass das Verfahren Ende Juni aufgehoben werden kann. Das Thüringer Gesundheitsministerium und der Kyffhäuserkreis hatten bis zuletzt mit allen interessierten Investoren über den Erhalt der Klinik in Bad Frankenhausen verhandelt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 21. März 2019 | 20:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. März 2019, 19:48 Uhr

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