Kyffhäuserkreis Entlaufener Nandu zum Abschuss freigegeben

Das Landratsamt des Kyffhäuserkreises hat einen entlaufenen Nandu zum Abschuss freigegeben. Wie die Polizei mitteilte, war der südamerikanische Laufvogel bereits am Freitag von seinem Besitzer aus dem Landkreis Nordhausen ausgerissen. Am Dienstagnachmittag meldete eine Bewohnerin aus Badra im Kyffhäuserkreis, dass das Tier in ihrem Garten steht und Blumen frisst. Anschließend lief es in ein Weizenfeld nahe Sondershausen. Bisher ist der Vogel noch nicht wieder aufgetaucht. Fühlt er sich in die Enge getrieben, kann er sehr aggressiv werden. Wer den Nandu sieht, sollte sich umgehend bei der Polizei melden.

Ein Nandu frisst in seinem Gehege im Leipziger Zoo.
Solch ein Nandu ist seinem Besitzer entwischt. Werden diese Tiere in die Enge getrieben, reagieren sie äußerst aggressiv. Bildrechte: dpa

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Regionalnachrichten | 13. Juni 2018 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Juni 2018, 10:25 Uhr

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5 Kommentare

13.06.2018 00:54 Toffy 5

Warum stellt ein einzelner Nandu jetzt so eine riesen Gefahr dar, dass er abgeschossen werden muss?

In Mecklenburg-Vorpommern gehören Nandus inzwischen zu den einheimischen Vögeln. Sie laufen in ganzen Rudeln durch die Gegend, ohne dass die Menschheit dadurch ausgestorben wäre. Es gibt Videos, wo Spaziergänger diese Vögel auf Feldwegen treffen, ohne dass etwas passiert. Die Nandus halten doch von selber schon einen Sicherheitsabstand.

Die Tiere dort waren ursprünglich ebenfalls mal aus einer Zucht entlaufen. Sie fühlen sich wohl und überleben sogar den Winter in Norddeutschland.

Merkwürdig, dass nun ausgerechnet ein einzelner Nandu im Kyffhäuserkreis plötzlich so ein riesen Problem sein soll.

13.06.2018 19:32 SD 4

Die Betäubung eines Straußenvogels ist leider nicht so einfach wie sich das hier viele vorstellen. Die Fläche wo der Betäubungspfeil optimal eindringen kann ist leider auf die Keule beschränkt. Weiterhin kann man mit einem Betäubungsgewehr auf maximal 20-30m ordentlich schießen .
Durch Stress kann die Betäubung eventuell nur wenig bzw. gar nichts bewirken . Zum Schluss ist der Faktor Mensch auch ein Problem den nicht jeder darf mit einem Betäubungsgewehr arbeiten . Im Landkreis sind es meistens die Amtstierärzte die das dürfen und eventuell Privatpersonen mit entsprechender Ausbildung/Genehmigung.

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