Kyffhäuserdenkmal Empfangsgebäude und Aufzug sollen zehn bis 15 Millionen Euro kosten

Der Kyffhäuserkreis rechnet mit Kosten von zehn bis 15 Millionen Euro für den geplanten Schrägaufzug und ein Empfangsgebäude am Kyffhäuserdenkmal. Das sagte Landrätin Antje Hochwind (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung der Pläne. Diese sehen einen 80 Meter hohen Schrägaufzug vor, der vom Parkplatz unterhalb des Denkmals bis zum Denkmalplateau führen soll. Der Aufzug soll von einem neuen Empfangsgebäude auf dem Parkplatz aus starten.

Carolin Nagel vom Architekturbüro "Cobe" sitzt hinter einem Modell des Kyffhäuserdenkmals.
Carolin Nagel hat das Empfangsgebäude und den Aufzug für das Kyffhäuserdenkmal entworfen. Bildrechte: MDR/Thomas Kalusa

Bau am Kyffhäuserdenkmal bis Ende 2022

Das Gebäude mit dem Aufzug und Gastronomie sowie eine größere Parkplatzanlage sollen Ende 2022 fertig sein. Umgesetzt wird ein Konzept des Architekturbüros "Cobe" aus dem dänischen Kopenhagen, das sich in einer europaweiten Ausschreibung des Landkreises durchgesetzt hatte. Architektin Carolin Nagel sagte, man wolle den Gesamteindruck des Denkmals nicht durch ein imposantes Empfangsgebäude stören. Alles solle sich um das Denkmal und die Natur darum drehen. Auch der Parkplatz solle mit Bäumen begrünt werden.

Modell des geplanten Empfangsgebäudes unterhalb des Kyffhäuserdenkmals
So soll das Empfangsgebäude des Kyffhäuserdenkmals aussehen. Bildrechte: MDR/Thomas Kalusa

Kein gläserner Lift am Kyffhäuserdenkmal

Mit der Umgestaltung sollen noch mehr Besucher das Kyffhäuserdenkmal und die alte Burg Kyffhausen besuchen können, sagte Landrätin Hochwind MDR THÜRINGEN. Ein Förderantrag für die Baukosten sei in Arbeit. Ein zunächst geplanter gläserner Geolift durch den Berg zum Denkmalplateau hatte sich als zu teuer und technisch kaum durchführbar erwiesen.

Draufblick auf ein Modell des Kyffhäuserdenkmals, in dem die Pläne für ein neues Empfangsgebäude und einen Aufzug markiert sind.
Aus der Vogelperspektive: Die schwarz eingekreisten Areale sind der Parkplatz mit dem Empfangsgebäude und die Aufzugsstation auf dem Denkmalplateau. Bildrechte: MDR/Thomas Kalusa

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Das Fazit vom Tag | 07. Juli 2020 | 18:00 Uhr

20 Kommentare

lobo56 vor 3 Wochen

Es geht immer um noch mehr Besucher.
Geld spielt keine Rolle, wenn's um Profilierung geht. Auch Fördergelder sind Steuergeld ! Diese Millioneninvestitionen wären in Schulen, Altenpflege, also in Menschen besser angelegt. Hexenturm bei Rotesütte, Glasplattform bei Sonnenstein, überall auch grosse Parkplätze (Flächenversiegelungen) aber Kommunen haben angeblich kein Geld und glauben ernsthaft , dass die erhofften Touristenströme die Kassen füllen, damit noch mehr dieser überflüssigen Prestigeobjekte gebaut werden können. Nachhaltigkeit geht anders.
Der natürliche Reiz der Umgebung verschwindet immer mehr. Schade

Rotti vor 3 Wochen

Ich denke da zum Beispiel an den Kyffhäuserbund.
An den Bauernkrieg. An Florian Geyer.
Warum das alles so populistisch verhetzt wird, ist mir ein Rätsel.
Gibt es denn keine Dankbarkeit oder Demut mehr für große historische Leistungen?
Nun hat es Deutschland zu einer demokratischen rechtsstaatlichen pluralistischen Gesellschaft gebracht. Passt das einigen nicht?

DER Beobachter vor 4 Wochen

Wilhelm I. war ja tatsächlich der Kartätschenprinz und Barbarossa ertrank nun mal auf dem Weg nach Jerusalem im Saleph. Der legendäre Rotbart aus dem Mittelalter ist mir denn doch lieber als der wirkliche Kartätschenprinz von 1848...

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