Schild - Klosterschule Roßleben
Klosterschule Roßleben Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Klosterschule Roßleben Schüler droht nach Messerattacke lange Haftstrafe

Er wollte wissen, wie es sich anfühlt, einen Menschen zu erstechen. Nach dem blutigen Messerangriff in Roßleben gab es im Prozess gegen den 15-Jährigen fast identische Plädoyers. Auch eine Sicherungsverwahrung ist möglich.

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Klosterschule Roßleben Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Im Prozess gegen einen Schüler der Klosterschule Roßleben droht dem Angeklagten eine lange Haftstrafe. Der 15-Jährige muss sich wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung an einen Mitschüler verantworten. Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung forderten am Dienstag übereinstimmend eine Jugendstrafe. Der Angeklagte solle zudem in einer sozialtherapeutischen Einrichtung innerhalb eines Jugendgefängnisses untergebracht werden. Außerdem kann später noch eine Sicherungsverwahrung angeordnet werden - im Jugendstrafrecht eine seltene Maßnahme.

Das Justizzentrum Mühlhausen mit Landgericht und Staatsanwaltschaft
Justizzentrum Mühlhausen mit Landgericht und Staatsanwaltschaft Bildrechte: dpa

Der Schüler soll im September 2017 in der Klosterschule Roßleben mit einem Messer auf einen Mitschüler eingestochen haben. Eigenen Aussagen zufolge wollte der Angeklagte wissen, wie es sich anfühlt, einen Menschen zu erstechen und dabei zuschauen, wie er stirbt. Das Opfer ist seit der Tat auf einen Rollstuhl angewiesen.

Seit Februar muss sich der mutmaßliche Täter wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung vor dem Landgericht Mühlhausen verantworten. Das Urteil soll am 10. April verkündet werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN / dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 03. April 2018 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. April 2018, 18:18 Uhr

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