Kyffhäuserkreis Roßleben-Wiehe plant Alkoholverbot

Die Stadt Roßleben-Wiehe im Kyffhäuserkreis will ein Alkoholverbot an einigen öffentlichen Plätzen einführen. Wie Bürgermeister Steffen Sauerbier mitteilte, erarbeitet die Verwaltung dafür derzeit eine Stadtordnung. Sie soll voraussichtlich ab Herbst gelten.

Hintergrund der Idee ist eine Debatte um Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit. Immer wieder betrinken sich zumeist Jugendliche an einer Bushaltestelle und vor einem Supermarkt.

Leere Bügelbierflaschen.
Roßleben-Wiehe im Kyffhäuserkreis plant ein Alkoholverbot an öffentlichen Plätzen. Bildrechte: Imago

Kyffhäuserkreis: Alkoholverbot in Sondershausen gescheitert

In Sondershausen waren um öffentlichem Alkoholkonsum entgegenzuwirken Bänke an einem einschlägigen Trinkertreff abgebaut worden. Die Stadt Sondershausen hatte vor zwei Jahren versucht, ein Alkoholverbot durchzusetzen. Weil dieses zu unkonkret formuliert war, hatte die Kommunalaufsicht des Kyffhäuserkreises den Antrag abgelehnt.

Zuerst hat die Thüringer Allgemeine über das Thema berichtet.

Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 27. Juli 2020 | 10:30 Uhr

6 Kommentare

St.K. vor 2 Wochen

So ein Blödsinn, dann gehen die Trinkwillgen eine Straße weiter.
Die Kommune sollte lieber Plätze schaffen, wo sich die Jugendlichen aufhalten können und nicht immer nur alles verbieten. Es kann sich nicht jeder die Gaststätte leisten, um mal ein Bierchen mit Freunden zu trinken. Zur Zeit gibt es nicht mal Disco. Was soll die Jugend machen? Klar, das es die edlen Ratsherren nicht verstehen können. Das ist wieder so typisch Deutsch. Nicht das Problem lösen, sondern die Symptome bekämpfen und Gesetze schreiben.

Die Versager sitzen im Rathaus und nicht auf der Parkbank. Das unsere Jugend immer mehr verkommt, ist Schuld der Politik im ganzen Land.

wwdd vor 2 Wochen

Die Leute wollen doch auch mal feiern und sich gepflegt volllaufen lassen. Diesen Anblick sollte man tolereieren können und dann aber bei Straftaten konsequent einschreiten. Durch die Coronamaßnahmen wird das Cornern sowieso weiter zunehmen.

Mediator vor 2 Wochen

Ich kann die Stadt verstehen!
Wenn nachvollziehbar begründet werden kann, dass an manchen Stellen aufgrund öffentlichen Alkoholkonsums immer wieder Streitereien aufkommen und eskalieren, dann muss man den Alkoholkonsum dort eben verbieten. Damit ist das Problem noch nicht gelöst, aber man hat eine Handhabe gegen diejenigen, die gegen das Verbot verstoßen. Wie immer leiden darunter eben auch die Menschen, die ihr Verhalten im Griff haben. Aber so ist das nun mal, wenn eine laute Minderheit das Image eines Ortes bestimmt.

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