Insektenbefall Schwammspinner-Raupen fressen Wald bei Sondershausen kahl

Im Bereich des Forstamtes Sondershausen haben Schwammspinner-Raupen 60 Hektar Wald kahl gefressen. Ulrich Klüßendorf, Forstamtsleiter in Sondershausen, bestätigte MDR THÜRINGEN einen Bericht der Thüringer Allgemeinen.

Der Befund in einem Waldstück an der Kreisgrenze zu Sömmerda sei vor zwei Wochen gemacht worden. Die Eichen in der Hainleite und am Kyffhäuser blieben aber bisher von den gefräßigen Raupen verschont, so Klüßendorf. Eichen könnten allerdings auch einen einmaligen Kahlfraß verkraften - durch den sogenannten Johannistrieb, der in diesen Tagen sprießt.

Allerdings bräuchte man bald einen Winter mit Temperaturen unter minus 15 Grad, damit die Raupe sich nicht weiter vermehrt. Derzeit untersucht man mit Insektenfallen, welchen Schwammspinnerbestand man im nächsten Jahr erwarten kann.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 09. Juli 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Juli 2019, 09:27 Uhr

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2 Kommentare

09.07.2019 20:40 W. Merseburger 2

Man gibt lieber 60 000 Qudratmeter Wald auf, als dass man zur chemischen Ungezieferbekämpfung greift. Dafür fehlt mir einfach jedes Verständnis.

09.07.2019 17:54 Durchblick 1

Zur Bekämpfung der Plage setzt man auf den hochspezifischen Pilz Entomophaga maimaiga, der aus Asien stammt und schon gut erforscht ist. Damit braucht es keinerlei Insektizide. Die Natur hilft sich somit selbst.

[Anm. d. Redaktion: Das der Pilz gegen die Schwammspinner-Raupe eingesetzt werden kann ist richtig. Allerdings ist in Thüringen bisher nicht vom Einsatz des Pilzes die Rede.]

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