Nach tödlichem Unfall in Litauen Soldat aus Bad Frankenhausen beigesetzt

Die Urne des 34-Jährigen wurde am Freitag in seiner Heimatstadt Sangerhausen beigesetzt. Der Mann war Anfang Oktober in Litauen ums Leben gekommen. Sein Bergepanzer war mit einem Baum kollidiert und ein herabstürzender Ast hatte den Soldaten am Kopf getroffen. Der Oberstabsgefreite gehörte zum Panzerbataillon 393 aus Bad Frankenhausen.

Nach einer Trauerfeier vor Ort war der Leichnam des Soldaten nach Deutschland überführt worden. An der NATO-Übung auf dem litauischen Truppenübungsplatz Pabrade nehmen rund 1.200 Soldaten aus Deutschland, Tschechien, den Benelux-Staaten und Norwegen teil. Unter ihnen sind knapp 300 aus Bad Frankenhausen.

Menschen bei einer Trauerfeier
Die Urne des verunglückten Soldaten aus Bad Frankenhausen wird in seiner Heimatstadt Sangerhausen von Kameraden zu Grabe getragen. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 26. Oktober 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2018, 20:59 Uhr

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2 Kommentare

28.10.2018 16:04 Thore 2

Mein Bekannter ist durch Unfall ums Leben gekommen, der MDR hat nicht darüber berichtet !
Soldaten der BW kennen ihr erhöhtes Risiko und melden sich freiwillig für Auslandseinsätze (viel mehr Sold) !
Ich habe die Kontoauszüge meines Ex-Schwiegersohns gesehen, der 2mal freiwillig in Afghanistan war !
Sicherlich tragisch für die Familie, aber muss es eine "Heldenverehrung" sein ?
Man möge mir fehlende Empathie vorwerfen, aber damit kann ich umgehen !

27.10.2018 21:25 Gerd Müller 1

Wird das gleiche Prozedere bei tödlichen Arbeitsunfällen in der Wirtschaft gemacht, klares Nein.
Dieser „Soldat“ (für mich ein bezahlter Söldner) hat bei einer Aufgabe sein Leben verloren, das natürlich Leid bei den Angehörigen hinterlässt. Ich möchte auch den Angehörigen mein Beileid aussprechen.
Wer bei dieser Truppe für Geld kämpft, muss auch damit rechnen, das man nicht lebend wiederkommt.
Was mich stört, ist diese Art der Beileidsbekundungen dieser „Armee“ , davon steht der Mann auch nicht wieder auf. Ob die Angehörigen das so wollten, sei dahingestellt.
Ich frage, war‘s das wirklich wert ?
Bei einer allgemeinen Wehrdienstpflicht kämpfen alle für das Land und nicht für Geld, wie bei diesem Soldaten.
Soll sich jeder überlegen für was man sein Leben opfert, für Geld ist der falsche Weg.

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