Bad Frankenhausen | Sömmerda | Sondershausen Zukunft Thüringer DRK-Krankenhäuser weiter ungewiss

Die Zukunft der DRK-Krankenhäuser in Bad Frankenhausen, Sondershausen und Sömmerda bleibt ungewiss. Pläne, mit einer kommunalen Trägergesellschaft die Häuser aufzufangen, haben sich offenbar zerschlagen. Wie der Nordhäuser Landrat Matthias Jendricke MDR THÜRINGEN sagte, will die DRK-Krankenhausgesellschaft, die noch Eigentümer ist, die Häuser nur gemeinsam mit der Klinik im brandenburgischen Luckenwalde verkaufen.

Dieses Gesamtangebot rechne sich aber für eine Gesellschaft in Nordthüringen nicht, so Jendricke, der zuvor mit dem zuständigen Sachverwalter gesprochen hatte. Deshalb werde man auch kein Angebot abgeben. Nach Information des Landrats liegen zurzeit zwei Kaufangebote von Krankenhaus-Konzernen vor, die alle Kliniken im Paket übernehmen würden. Thüringens Sozialministerin Heike Werner (Linke) bedauere die Entwicklung, so ein Ministeriumssprecher. Man hätte die kommunale Lösung bevorzugt, heißt es.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2019, 10:13 Uhr

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3 Kommentare

22.02.2019 09:31 Das Sozialministerium... 3

... täte sich und den Menschen im Land einen großen Gefallen, wenn es überlegen und möglicherweise auch umsetzen würde, aus diesen Häusern seniorengerechtes Wohnen zu machen. Bezahlbar natürlich. Das fehlt nämlich in unserem Land.
Nur Gerede macht auch nichts besser.

21.02.2019 19:54 Bernhard Müller 2

Warum berichtet der mdr nicht mal darüber, wie es überhaupt zu der Insolvenz gekommen ist? Die Krankenhausgesellschaft hatte aus Bonn 27 Mio Euro erwarten können, wenn das Konzept gestimmt hätte. Leider wurde von der Politik, insbesondere von der Sondershäuser Landrätin, jegliche Veränderung für das KH in Frankenhausen abgelehnt und zerredet. Das neue Konzept wurde dann abgelehnt - kein Geld - Insolvenz für alle vier Häuser. Der Sömmerdaer Landrat Henning hat vor ein paar Monaten dazu sinngemäß gesagt "Frau Hochwind hat gepokert und verloren". Nun ist zumindest Frankenhausen am Ende. Auch ein Käufer wird daran nichts ändern. Auch die Kommunale Trägergesellschaft hätte keinen Geldscheißer gehabt, um die Verluste in Millionenhöhe wegzustecken. Man braucht sich nur die Krankenhauslandschaft rund um Frankenhausen anzusehen: Sondershausen, Nordhausen, Sangerhausen, Merseburg, Sömmerda. Bei einer schrumpfenden Gesellschaft kann man nicht den letzten Standort auch noch erhalten.

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