Kyffhäuserkreis Ausgebrannter AfD-Lastwagen: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Ein Lastwagen, den die Thüringer AfD im Wahlkampf eingesetzt hat, ist Samstag in Reinsdorf in Flammen aufgegangen. Nun ermittelt die Staatsschutzabteilung der Kriminalpolizei wegen Brandstiftung.

Flammen schlagen aus dem Lkw.
Der Sachschaden beläuft sich auf rund 80.000 Euro. Bildrechte: Silvio Dietzel

Nach dem Brand eines Wahlkampf-Lastwagens der AfD schließt die Polizei einen technischen Defekt als Ursache für das Feuer aus.

"Es gibt Spuren, die darauf schließen lassen, dass kein technischer Defekt für den Brand verantwortlich ist", sagte eine Sprecherin der Polizei. Bei der Kriminalpolizei Nordhausen ermittelt die Staatsschutz-Abteilung wegen Brandstiftung. Nach Angaben der Sprecherin gehe die Polizei derzeit zwar von einer politisch motivierten Straftat aus, ermittle aber dennoch in alle Richtungen. Einen Tatverdächtigen gebe es bislang noch nicht.

In der Nacht zu Sonntag war in Reinsdorf (Kyffhäuser-Kreis) ein Wahlkampf-Laster der AfD in Flammen aufgegangen und abgebrannt. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf rund 80.000 Euro. Menschen wurden nicht verletzt. In dem Lastwagen sollen sich unter anderem Tontechnik und Material für AfD-Veranstaltungen befunden haben. Laut AfD-Landesverband war das Fahrzeug auf dem Grundstück eines Parteimitglieds abgestellt.

In Thüringen wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt. In den letzten Wochen des Wahlkampfes kam es immer wieder zu Straftaten. So wurden zuletzt mehrere Morddrohungen gegen Politiker wie Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring und Grünen-Fraktionschef Dirk Adams bekannt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | Thüringen Journal | 22. Oktober 2019 | 19:00 Uhr

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