Nordthüringen Nordhausen: Ahmadiyya-Gemeinde will Vorurteile und Ängste abbauen

Die Ahmadiyya Gemeinde will mit den Nordthüringern ins Gespräch kommen, um Vorurteile und Ängste gegenüber dem Islam abzubauen. Dafür gibt es an den kommenden Wochenenden Infostände in Sondershausen und in Nordhausen. 

Minarette einer Moschee zeichnen sich als Schatten vor einem dunklen Himmel mit Halbmond ab.
Das Motto der Ahmadiyya Gemeinde lautet: "Liebe für alle und Hass für keinen". Bildrechte: Colourbox.de

Mit einer Info-Kampagne will die Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde in Nordthüringen Vorurteile und Ängste gegenüber dem Islam abbauen. Wie der Imam Umer Malik MDR THÜRINGEN sagte, wollen Mitglieder der Gemeinde mit den Nordthüringern ins Gespräch kommen, um zu erfahren, was sie über den Islam denken. Dafür gibt es an den kommenden Wochenenden Infostände in Sondershausen und in Nordhausen.  

Glauben der Ahmadiyya für viele Muslime Blasphemie                 

Die Ahmadiyya Gemeinde sieht sich selbst als friedliche und islamische Reformgemeinde, deren Motto "Liebe für alle und Hass für keinen" lautet. Religionswissenschaftler ordnen sie innerhalb des Islam als Sondergemeinschaft ein.

Die meisten anderen islamischen Strömungen erkennen den Propheten der Gemeinde nicht als solchen an, weshalb sie den Glauben der Ahmadiyya als Blasphemie werten. Deshalb werden die Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinschaft in vielen islamischen Ländern verfolgt und teils brutal bekämpft. Viele von ihnen leben deshalb im Exil. In Thüringen ist sie bislang nur mit einer kleinen Gemeinde mit etwa 70 Mitgliedern vertreten. In Erfurt wird derzeit im Ortsteil Marbach eine Moschee gebaut.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 15. Oktober 2020 | 19:30 Uhr

26 Kommentare

emlo vor 6 Wochen

Ja und, wo ist das Problem? Hat das Christentum das Monopol auf den Bau von Gotteshäusern? Von mir aus können auch die Anhänger der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters ein Gotteshaus errichten, solange mich niemand zwingen will, da hinzugehen.

emlo vor 6 Wochen

Meiner Meinung nach gibt es auch im Christentum genug radikale Gruppen, die sich durchaus auf eine Stufe mit radikalen Islamisten stellen lassen. Als Beispiel möchte ich die Evangelikalen nennen. Da werden schon mal Abtreibungsbefürworter mit dem Tod bedroht. Und wenn man will, lassen sich auch in der Bibel genug Stellen finden, mit denen man das dann auch "begründen" kann. Ich sage nur: "Auge um Auge und Zahn um Zahn" (Altes Testament).

ralf meier vor 6 Wochen

Hallo martin, Sie relativieren, wenn Sie die durch den Koran und die sharia vorgeschriebene Militanz und Missachtung unserer säkularen Kultur im gleichen Zusammenhang mit dem Christentum nennen.
Zum Beleg dieser bedauernswerten und allenfalls zensierbaren aber nicht widerlegbaren Tatsache verweise ich auf die Kairoer Deklaration der islamischen Menschenrechte, die zwar in Anlehnung an die Menschenrechte der UNO erstellt wurde, aber diese Menschenrechte grundsätzlich nur mit der Einschränkung 'sofern diese nicht der Sharia widersprechen' gelten läßt.

Siehe dazu WIKI Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam:
Artikel 2d: 'Das Recht auf körperliche Unversehrtheit wird garantiert. Jeder Staat ist verpflichtet, dieses Recht zu schützen, und es ist verboten, dieses Recht zu verletzen, außer wenn ein von der Scharia vorgeschriebener Grund vorliegt.'


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