Der beschädigte Belag der A38 an der Unfallstelle zwischen Heringen und Berga
Der beschädigte Belag der A38 an der Unfallstelle zwischen Heringen und Berga. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob

Straßenverkehr Gesperrt wohl bis Mittwoch: A38 wird nach Unfall saniert

Der beschädigte Belag der A38 an der Unfallstelle zwischen Heringen und Berga
Der beschädigte Belag der A38 an der Unfallstelle zwischen Heringen und Berga. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob

Nach dem Klebstoff-Unfall zwischen Heringen und Berga wird die Autobahn A38 ab Sonnabend saniert. Das Verkehrsministerium von Sachsen-Anhalt erklärte am Freitag, eine Baufirma werde zunächst die beschädigte Fahrbahn auf 200 Meter Länge abfräsen. Voraussichtlich ab Montag könne eine neue Asphaltdecke aufgebracht werden, die danach auskühlen müsse. Uwe Langkammer, Präsident der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, sagte, spätestens Mittwoch solle der Verkehr wieder in Richtung Leipzig rollen. Er schränkte allerdings ein, bei den vorhergesagten Temperaturen müsse damit gerechnet werden, dass für das Auskühlen mehr Zeit nötig sei. Außerdem wisse niemand genau, wie tief die Asphaltdecke beschädigt sei - und damit wie tief abgefräst werden muss.

Auf dem Teilstück war am Mittwoch ein Lastwagen umgekippt, der Fässer mit Industriekleber geladen hatte. Das Fahrzeug geriet in Brand. Der Kleber verteilte sich auf beiden Fahrbahnen - ein Teil davon brennend. Kleber und Brand haben die Asphaltdecke so stark beschädigt, dass sie abgefräst und neu aufgebracht werden muss. Nach Langkammers Angaben sollen am Freitag die Abrollcontainer mit Klebstoff-Fässer abtransportiert werden. Der Aufräumtrupp müsse dabei vorsichtig sein, weil bei der Hitze und durch den Brand die Gefahr von Verpuffungen bestehe.

Autofahrer müssen wegen der Sperrung erheblich mehr Zeit einplanen, wenn sie auf der A38 in Richtung Leipzig fahrer wollen. Polizei und Straßenbehörden haben eine Umleitung über Bundes- und Landesstraßen eingerichtet, auf der es wesentlich langsamer vorangeht als auf der Autobahn. Das MDR-Verkehrszentrum berichtete am Freitag gegen 14 Uhr von einem Rückstau bis Nordhausen-West und einer um eine Stunde verlängerten Fahrzeit. Ost-West-Fahrer sollten die A38 besser ganz meiden und stattdessen über die A2 oder A4 fahren.

Lkw-Unfall bei Heringen A38 wegen ausgelaufenen Klebstoffs gesperrt

Ein mazedonischer Lkw ist am Mittwochnachmittag auf der A38 bei Heringen in die Böschung gefahren, umgekippt und in Brand geraten. Die Bergung des mit Industriekleber geladenen Lkws gestaltete sich schwierig.

Verunglückter Lkw auf A38
Der Lkw ist bei dem Unfall in die Böschung gefahren, umgekippt und in Brand geraten. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob
Verunglückter Lkw auf A38
Der Lkw ist bei dem Unfall in die Böschung gefahren, umgekippt und in Brand geraten. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob
Umgekippter Lkw mit Fässern und dunkler Flüssigkeit auf der Straße
Dabei lief flüssiger Klebstoff aus den Fässern auf die Fahrbahn. Bildrechte: Sebastian Jakob
Ein abgebrannter Hang, vor dem der Anhänger eines Lkws steht.
Bei dem Unfall brannte auch die Böschung der Autobahn. Die Rauchwolke war noch kilometerweit zu sehen. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob
Der ausgebrannte Anhänger eines Lkws.
Lkw und Anhänger brannten bei dem Unfall aus. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob
Auf der Autobahn stehen mehrere Transporte. Die Straße und die Böschung ist verunreinigt.
Blick auf die Unfallstelle. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob
Unfallstelle mit einem ausgebrannten Lkw
Die Überreste der Klebstofffässer werden in Container geladen. Bildrechte: MDR/Robert Schimmel
Wrackteile eines Lkws liegen auf einer Fahrbahn.
Die Wrackteile des Lkw sind nach dem Unfall kreuz und quer auf der Fahrbahn verteilt. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob
Eine ausgebrannter Lkw auf einem Anhänger
Der 40-jährige Fahrer kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Sein ausgebrannter Lkw wurde abtransportiert. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Unfallstelle mit einem ausgebrannten Lkw
Nach Angaben der Thüringer Autobahnpolizei befanden sich kurz nach dem Unfall zwischen Heringen und der Unfallstelle noch 20 Lkw, die auf der zweispurigen Autobahn nicht wenden konnten. Bildrechte: MDR/Robert Schimmel
Lkw passieren eine Unfallstelle auf einer Autobahn
Die verunreinigte Fahrbahn wurde schließlich mit Metallplatten abgedeckt, damit die dahinterstehenden Lkw die Unfallstelle passieren können. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Quelle: MDR THÜRINGEN

AKTUELLES AUS THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 20. Juli 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2018, 16:20 Uhr

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14 Kommentare

21.07.2018 13:43 martin 14

@8 mani: Und, was läuft da Ihrer Meinung nach ab?

21.07.2018 13:18 martin 13

@12 luigi: Bzgl. "Druck auf die Fahrer" haben Sie völlig Recht.

Allerdings sind die Internet-Bestellungen nur der kleinere Teil des Problems. Welchen Anteil haben die Post- und Paketdienst-LKW & (sog. Klein-) Transporter am gesamten Schwerverkehr? Genau: Einen recht überschaubaren.

Das Kernproblem ist meiner Meinung nach, dass die Autobahn per "Just in Time Lieferung" die Funktion der Lagerhalle für die Unternehmen (und nicht für die Endverbraucher) übernehmen musste.

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