Südharz-Klinikum Nordhausen: Studienbewerber aus China mit Corona-Verdacht unter Quarantäne

In Nordhausen gibt es neue Corona-Verdachtssfälle. Zwei Studienbewerber aus China wurden wegen Erkältungssymptomen unter Quarantäne gestellt. Das zuständige Gesundheitsamt ließ beide vorsorglich ins Klinikum einweisen.

Südharz Klinikum Nordhausen
Zwei Studienbewerber aus China sind vorsorglich ins Südharz-Klinikum Nordhausen eingewiesen worden. Bildrechte: IMAGO

In Thüringen gibt es zwei neue Corona-Verdachtsfälle. Wie das Gesundheitsamt des Landkreises Nordhausen mitteilte, wurden zwei Studienbewerber aus China mit Erkältungssymptomen vorsorglich ins Südharz Klinikum Nordhausen eingewiesen. Die beiden sind unter Quarantäne gestellt worden. Sie werden ärztlich untersucht und auch auf den Corona-Virus getestet.

Keine Schnelltests in Thüringen möglich

Uniklinik Jena
Auch das Uniklinikum Jena ist in der Lage Corona-viren festzustellen. Dies ist aber derzeit nur für eigene Patienten möglich. Bildrechte: dpa

Die Tests sollen im Laufe des Tages mit einem Fahrdienst in die Berliner Charité gebracht werden. Laut Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sind aktuell noch keine Schnelltests direkt in Thüringen möglich. Im Landesamt für Verbraucherschutz und im Universitätsklinikum in Jena werde aber daran gearbeitet, so Werner. Seit Donnerstag können Verdachtsfälle zwar auch in der Uniklinik Jena getestet werden. Dies gilt aber derzeit nur für Betroffene, die in der Jenaer Uniklinik Patient sind.

Im benachbarten Sachsen-Anhalt werden landesweit Proben per Schnelltest im Landesamt für Verbraucherschutz analysiert. Dabei arbeiten sie im Auftrag der Gesundheitsämter. Innerhalb von rund vier Stunden liegen dort erste Ergebnisse vor. Anschließend folgen weitere Tests, um die Ergebnisse zu bestätigen.

Betroffene stammen nicht aus Wuhan

Die beiden Chinesen stammen nicht aus der am stärksten vom Corona-Virus betroffenen Region Wuhan. Sie sind erst vor wenigen Tagen in Deutschland eingereist und wollten am Samstag am Nordhäuser Studienkolleg an einem Auswahltest teilnehmen.

Damit handelt es sich nicht um einen begründeten Verdachtsfall nach den Kriterien des Robert-Koch-Institutes. Laut RKI liegt ein begründeter Verdachtsfall vor, wenn man sich im Risikogebiet aufgehalten oder nachweislich Kontakt zu Erkrankten gehabt hat.

Entwarnung in Erfurt und Apolda

Am Freitagabend hatte das Gesundheitsamt für die drei Verdachtsfälle in Erfurt und Apolda Entwarnung gegeben. Entsprechende Test von der Berliner Charité waren negativ geblieben. Alle drei Patienten waren kürzlich in China gewesen und hatten danach über Unwohlsein geklagt.

Hotline zum Thema Corona-Virus Einige Krankenkassen bieten mittlerweile Hotlines zum Thema Corona-Virus an, so auch die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK). Seit dem 31. Januar ist die Info-Hotline zwischen 8 und 20 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1111 841 erreichbar. Auch die Krankenkasse Barmer hat eine kostenlose Hotline (0800 84 84 111) eingerichtet, die rund um die Uhr Fragen aller Bundesbürger beantworten soll. Zudem hat das Robert-Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Webseiten mit Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Corona-Virus veröffentlicht.

Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 01. Februar 2020 | 13:00 Uhr

3 Kommentare

martin vor 26 Wochen

Bei der Sperrzone rund um das Industriegebiet Erfurter Kreuz sollten auch gleich die beiden Autobahnen sowie die ICE-Trasse mit gesperrt werden! Sonst breitet sich das Virus noch schneller aus ....

Hossa vor 26 Wochen

Es wird immer wieder uns erzählt das das Grippevirus gefährlicher als das Coronavirus ist.
Warum da solche rigiden Maßnahmen?
Meine Frau und ich hatten im Februar vorigen Jahres eine nachgewiesene Schweinegrippe.
Da war nix mit Quarantäne.Es gab nicht mal einen Kontakt vom Gesundheitsamt.

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 26 Wochen

Am Erfurter Kreuz soll ein chinesisches Unternehmen eine neue Batteriefirma in Betrieb nehmen. Wie gefährdet sind die neuen Arbeitsplätze auf Grund dieses Virus‘ ? Muß eine großräumige Sperrzone um Arnstadt und Umgebung befürchtet werden ?

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