Stadt bereitet sich auf Entschärfung vor Nordhausen plant Evakuierung wegen möglicher Bomben

geöffnete Unterseite Blindgänger/Bombe, davor Lache mit Flüssigkeit, auf dem Gehäuse Apparat aus Metall
Diese Bombe wurde Mitte Oktober in Nordhausen entschärft. Bildrechte: MDR/Kampfmittelräumung Tauber

In Nordhausen könnten Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg erneut dafür sorgen, dass zahlreiche Menschen vorübergehend ihre Wohnungen verlassen müssen. Die Stadt plant für kommenden Sonntag die Evakuierung von rund 50 Straßen im Norden und Osten der Stadt.

Der Grund sind sechs mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Erdreich vermutet werden. Sollte sich der Verdacht erhärten, sollen die Bomben am 4. November entschärft werden. Für diesen Fall wird Stadtsprecher Lutz Fisher zufolge ab 8 Uhr mit der Evakuierung der Pflegeheime und der Anlieger begonnen. Bis spätestens Freitag solle Klarheit darüber herrschen, ob es sich bei den verdächtigen Gegenständen im Boden tatsächlich um noch zündfähige Weltkriegsbomben handele.

Informationen zur Evakuierung und Bombenentschärfung der Stadt Nordhausen gibt es: + über den City-Ruf des Ordnungsamtes 03631 696-115
+ über die städtische Homepage www.nordhausen.de
+ über die städtische Facebook-Seite "Stadtverwaltung Nordhausen am Harz"

Innenstadt Nordhausens am Ende des Zweiten Weltkrieges zerbombt

Allein in Nordhausen werden noch rund 700 Bomben-Blindgänger vermutet, über 400 wurden bereits entschärft. Anfang April 1945, wenige Wochen vor Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde die Innenstadt fast vollständig zerstört. Erst vor gut zwei Wochen sind im Norden der Stadt zwei Weltkriegsbomben entschärft worden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

--- AKTUELLES AUS THÜRINGEN ---

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten Nord-Thüringen | 30. Oktober 2018 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. Oktober 2018, 09:00 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

2 Kommentare

31.10.2018 06:48 Detlef Dolezal 2

Hier sind die Länder zuständig und nicht die große Koalition.
[...]
Die Hauptsache der Schreiber hat auf die Bundesregierung geschimpft

Anm.d.Redakt.: Kommentar gekürzt wegen nicht nachprüfbarer Behauptungen.

30.10.2018 19:30 part 1

Womit wir wieder bei den Reparationszahlungen wären, die völkerrechtlich zu leisten wären, durch Erklärungen zum Kriegseintritt und faktische Hinterlassenschaften der jeweiligen Staaten. Das Problem der Entschärfung und Beseitigung auf die Bundesländer und letztendlich auf die Grundstückseigentümer zu verteilen entspricht voll den Gusto der Bundesregierung. Hier ist schnellstens rechtliche Änderung zu erwarten durch die Politik der großen Koalition.

Mehr aus der Region Nordhausen - Sangehausen - Wernigerode

Mehr aus Thüringen