Nordhausen Forschungszentrum für neuartige Gips-Baustoffe

In der Diskussion um den Gipsabbau im Südharz hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow ein Baustoff-Forschungszentrum vorgeschlagen. Bei einem Treffen zur Zukunft des Gipsabbaues sagte Ramelow, der Südharz könne nicht die Hauptlast eines erhöhten Naturgipsabbaus tragen. Um die einzigartigen Gipskarstgebiete zu erhalten, müssten Alternativen geschaffen werden.

Terrassenförmig abgestuftes Abbaufeld in Staubwolke
Gipsabbau im Südharz Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

In einem Forschungs- und Kompetenzzentrum könnten nach Ramelows Ansicht neuartige Baustoffe entwickelt werden. Entsprechende Betriebe und Hersteller müssten sich dafür ansiedeln. Ramelow rief die Vertreter der Gipsindustrie, Kommunalpolitiker und Naturschützer auf, in einen Dialog zu treten. Die Harzer Gipsunternehmen planen, die Abbauflächen im Rahmen des geplanten Kohleausstiegs zu verdoppeln. Der Grund dafür ist, dass wegen des Kohleausstiegs etwa sechs Millionen Tonnen sogenannter REA-Gips wegfallen. Dieser künstliche Gips entsteht bei der Rauchgasentschwefelung in Kohlekraftwerken.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 19. September 2019 | 09:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. September 2019, 10:52 Uhr

Mehr aus der Region Nordhausen - Sangehausen - Wernigerode

Mehr aus Thüringen