Ein Mini-Bus ohne Fahrer, hier in Bayern. Der Kreis Nordhausen will auch so ein Gefährt.
Ein Mini-Bus ohne Fahrer, hier in Bayern. Der Kreis Nordhausen will auch so ein Gefährt. Bildrechte: dpa

Kreis Nordhausen Autonomer Bus: Ohne Fahrer durch den Harz

Zukunftsmusik für Nordthüringen: Mit Bussen ohne Fahrer sollen Pendler und Touristen die Bahnhöfe von Bleicherode und Niedersachswerfen erreichen. Einzige Bedingung: Gelder vom Bund.

Ein Mini-Bus ohne Fahrer, hier in Bayern. Der Kreis Nordhausen will auch so ein Gefährt.
Ein Mini-Bus ohne Fahrer, hier in Bayern. Der Kreis Nordhausen will auch so ein Gefährt. Bildrechte: dpa

Der Landkreis Nordhausen hat große Pläne: Mit autonom fahrenden Elektrobussen und ohne Fahrer sollen der Bahnhof von Bleicherode und der Bahnhof von Niedersachswerfen von Neustadt im Harz angesteuert werden.

Nach dem Willen von Landrat Matthias Jendricke (SPD) sollen die Busse schon im nächsten Jahr auf die Strecke gehen. Bedingung dafür sind Hilfen vom Bund. Der Kreis will 2,8 Millionen Euro aus einem Fördertopf des Bundesverkehrsministeriums. Jendricke rechnet sich gute Chancen aus.

Die Strecke von Neustadt im Harz zum Bahnhof Niedersachswerfen und dem Anschluss an die Harzer Schmalspurbahn ist 5,2 Kilometer lang. In Bleicherode liegt der Bahnhof 3,8 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Der Bahnhof liegt auf der Strecke Halle-Kassel. Der Bus soll in engem Takt fahren, mindestens 52 mal am Tag, so das Konzept des Landkreises. Die Busse haben 15 Sitzplätze. Sie fahren zwar ohne Fahrer. An Bord gibt es aber sogenannte Sicherheitsbegleiter, die bei Bedarf per Notfallknopf das Fahrzeug zum Halten bringen.

*Der Kreis Nordhausen ist nicht der einzige Thüringer Bewerber für die Gelder eines autonom fahrenden Busses. Auch Ilmenau und Gera wollen Förderung aus Berlin.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 09. Mai 2019 | 18:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Mai 2019, 15:23 Uhr

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5 Kommentare

10.05.2019 11:19 Beton 5

Die E-Busse im Liniendienst in Deutschland boomen allerorten. Bushändler können sofort E-Busse unterschiedlichster Ausführungen verkaufen. Anbieter mit Steuerungen für den autonomen Betrieb im freifließenden Fahrzeugverkehr überbieten sich mit ihren verfügbaren Angeboten. - davon ist Mitte 2019 nichts zu erleben, erst recht nicht in Kombination. Woher diese Lösungen, erprobt/zuverlässig/zugelassen, inn den nächsten 12 Monaten herkommen sollen, weiß wohl nur der Landrat. Alle bisherigen Einsätze in Deutschland haben noch immer experimentellen Charakter. Ohne techn. zuverlässige Systeme wird der Einsatz aber für die Fahrgäste zu einer Zumutung, gerade bei seltenen Fahrten am Tag auf dem Land.
Ich hatte mir insbesondere beim Wechsel auf den E-Antrieb eine schnellere Marktreife versprochen. Aktuell liest man: Lieferfristen steigen, Anschaffungspreise steigen.

10.05.2019 10:09 part 4

...hat das Ding denn auch einen Schleudersitz und wo befindet sich die ellenlange Belehrung zur Nutzung des Fahrzeugs an der Außenseite?

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