Mühlhausen | Nordhausen Prozess um getötetes Rentnerehepaar vorerst geplatzt

Der Prozess um den gewaltsamen Tod eines Ehepaares an Heiligabend in Nordhausen ist vorerst geplatzt. Wie das zuständige Landgericht Mühlhausen am Dienstag mitteilte, ist der Angeklagte laut eines ärztlichen Berichts der Justizvollzugsanstalt für längere Zeit verhandlungsunfähig. Der ursprünglich geplante Fortsetzungstermin am 18. September werde deshalb aufgehoben. Wenn sich der Zustand des Angeklagten stabilisiere, soll der Prozess am 7. Oktober neu beginnen.

Ein Mann sitzt neben seinem Anwalt im Gerichtssaal in Mühlhausen. Er hält sich ein Blatt Papier vors Gesicht.
Der Angeklagte beim Prozessauftakt im Gericht. Bildrechte: MDR/Cornelia Hartmann

Bereits zum Prozessauftakt am vergangenen Montag hatte die Verhandlung mit gut einer Stunde Verspätung begonnen, weil ein Notarzt für den angeschlagenen 57-Jährigen gerufen wurde. Der Mann hatte eine Panikattacke erlitten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr an Heiligabend eine 80-Jährige und ihren 82 Jahre alten Ehemann auf deren Grundstück mit zahlreichen Messerstichen erstochen zu haben. Bei der zunächst verbalen Auseinandersetzung soll es um Lohn für Aushilfsarbeiten gegangen sein. Der Streit soll laut Anklage eskaliert sein, als sich der 82-Jährige mit einem Messer dem Angeklagten in den Weg stellte und dieser ihm das Messer abnahm.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Nachrichten | 10. September 2019 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2019, 13:39 Uhr

1 Kommentar

martin vor 9 Wochen

Der arme Angeklagte hat Panik vor der Verhandlung. Wie kommt es nur, dass sich mein Mitleid irgendwie in deutlichen Grenzen hält?

Wenn die ärztliche Bescheinigung eine Verhandlungsunfähigkeit bestätigt, dann kann das Gericht nichts machen. Außer neu anfangen ...

Ein weiterer Beitrag zum Thema: Überlastete Justiz und zügige Verfahren ....

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