Links eine Spritze und rechts ein kleiner Hund der gehalten wird
Eine sogenannte Sechsfach-Impfung, die auch gegen Tollwut und andere Erreger wirkt, bietet Hunden auch gegen Staupe einen guten Schutz (Symbolbild). Bildrechte: colourbox.com

Kreis Nordhausen Viruskrankheit Staupe auf dem Vormarsch

Das Veterinäramt im Landkreis Nordhausen hat in diesem Jahr ein vermehrtes Auftreten der Wildtierkrankheit Staupe festgestellt. Die Nordhäuser Amtstierärztin Anja Wilhelm sagte MDR THÜRINGEN, nach einer Entspannung in den vergangenen zwei Jahren sei die Krankheit in diesem Jahr wieder häufiger festzustellen. Bei sieben untersuchten Waschbären und Füchsen sei die Krankheit festgestellt worden.

Links eine Spritze und rechts ein kleiner Hund der gehalten wird
Eine sogenannte Sechsfach-Impfung, die auch gegen Tollwut und andere Erreger wirkt, bietet Hunden auch gegen Staupe einen guten Schutz (Symbolbild). Bildrechte: colourbox.com

Die Dunkelziffer könnte aber erheblich höher liegen

Die Staupe ist eine ernstzunehmende Infektionskrankheit, für die Füchse, Marder, Waschbären aber auch Hunde empfänglich sind. Hundebesitzer sollten deshalb auf lückenlosen Impfschutz achten. Die Seuche endet für die Tiere meist tödlich. Für den Menschen ist das Virus völlig ungefährlich. Typische Symptome sind hohes Fieber, Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit. Da die erkrankten Tiere Lähmungen entwickeln können und meist teilnahmslos wirken, sie aber auch ihre Scheu vor Menschen verlieren, wird davor gewarnt sie anzufassen.

Landesamt für Verbraucherschutz untersucht Verdachtsfälle

Der Erreger verbreitet sich über Ausscheidungen wie Harn, Kot und Schweiß sowie über Körperflüssigkeiten aus Auge, Nase und Maul. Die Veterinäramter der Thüringer Kreise sind angewiesen, eine gewisse Anzahl von bei der Jagd erlegten Tieren dem Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz in Bad Langensalza zur Begutachtung zu überlassen. Dabei werden seit Jahren immer wieder Staupe Fälle entdeckt.

Veterinärärztin Dr. Ulrike Bange sagte MDR THÜRINGEN, es sei eine Zunahme der Fälle zu beobachten. 2016 waren von 270 untersuchten Tieren aus ganz Thüringen (Waschbären und Füchse) 121 positiv auf den Staupe Virus getestet. 2017 waren es schon 74 von 102 getesteten Tieren. 2018 war mehr als jeder zweite Befund positiv. Das sei insofern bedenklich, da bei Hundehaltern auch eine Impfmüdigkeit festzustellen sei.

Erkrankungen bei Haustieren sind bisher nicht bekannt

Dabei bietet eine sogenannte sechsfach Impfung, die auch gegen Tollwut und andere Erreger wirkt, einen guten Schutz. Erkrankungen bei Haustieren sind bisher nicht bekannt. Allerdings gibt es dafür auch keine Melde- und Anzeigepflicht der Tierarztpraxen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 16. Mai 2019, 13:29 Uhr

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1 Kommentar

16.05.2019 13:52 Simon Winter 1

@MDR Thüringen: ich glaube, der letzte Absatz ist hier etwas falsch gelandet, oder?!

MDR THÜRINGEN:
Hallo Simon Winter, danke, ist aufgefallen und bereinigt.

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