Ein Windrad-Fuß auf einem Feld.
Wenn es fertig ist, wird dieses Windrad fast 239 Meter hoch sein. Aber nur, wenn der Flügel nach oben steht. Bildrechte: MDR/Thomas Kalusa

Kreis Nordhausen Höchstes Windrad Thüringens fast fertig

Bei Wipperdorf im Kreis Nordhausen entsteht zur Zeit Thüringens höchstes Windrad mit einer Gesamthöhe von 238,55 Metern bis zur obersten Flügelspitze. Schon im Juli 2019 soll es fertig sein.

Ein Windrad-Fuß auf einem Feld.
Wenn es fertig ist, wird dieses Windrad fast 239 Meter hoch sein. Aber nur, wenn der Flügel nach oben steht. Bildrechte: MDR/Thomas Kalusa

Bei Wipperdorf im Kreis Nordhausen entsteht derzeit Thüringens höchstes Windrad mit einer Gesamthöhe von 238,55 Metern bis zur obersten Flügelspitze. Schon im Juli 2019 soll es fertig sein. Deutschlandweit gibt es nur noch bei Stuttgart ein höheres.

Das Windrad der Firma Nordex soll 4,5 Megawatt Strom erzeugen und kann damit circa 6.000 Haushalte im Jahr versorgen, sagte der Pressesprecher der Firma Nordex, Felix Losada MDR THÜRINGEN. Die jährliche Einsparung an Co² beträgt rund 50 Tonnen.

Zehn Windräder haben einen Nennwert von 30 Megawatt Strom

Der Windpark Pustleben bei Wipperdorf besteht aus insgesamt zehn Windrädern, wobei die anderen neun mit einer Höhe von 199 Metern jeweils eine Leistung von 2,4 Megawatt erzielen. Das riesige Windrad des Typ Nordex N 149 ist ein Prototyp mit einem zunächst 104 Meter hohen Betonturm auf den ein 60 Meter hoher Stahlturm und der Maschinenteil mit der Nabe gesetzt werden. Allein der Rotordurchmesser beträgt 149 Meter. Die zehn Windräder können theoretisch 30 Megawatt Strom erzeugen.

Gemeinden müssen profitieren können

Der Windpark bei Wipperdorf wurde seit 2006 geplant und mehrfach bei Bürgerversammlungen besprochen. Gegner des Projektes gab es nur vereinzelt, sagte Ortteilbürgermeister Joachim Leßner (SPD) MDR THÜRINGEN. Um solche Projekte schneller möglich zu machen wäre es sinnvoll, dass auch die Gemeinden in der Nähe solcher Windparks ihren Strom direkt daraus beziehen könnten und die Gemeinden über die Gewerbesteuer hinaus davon profitieren. Dazu sei aber eine Gesetzesänderung nötig.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Anmerkung der Redaktion: Ursprünglich hieß es in dem Text: "Der Windpark Pustleben kann damit ein kleines Braunkohlekraftwerk mit ca. 30 Megawatt Leistung ersetzen." Das stimmt so nicht. Bei den 30 MW handelt es sich um die Nennleistung. Deshalb wurde die Aussage gestrichen.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. Mai 2019 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Mai 2019, 15:40 Uhr

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3 Kommentare

23.05.2019 13:33 Eulenspiegel 3

Hallo Lars 1
Ich zitiere aus dem Text:
„Der Windpark Pustleben bei Wipperdorf kann mit seinen zehn Windrädern ein kleines Braunkohlekraftwerk mit ca. 30 Megawatt Leistung ersetzten.“
Außerdem erzeugt dieser Windpark den Strom bei Null Umweltbelastung, Null Schadstoffausstoß und Null CO2 Ausstoß. Einfach nur in dem dort der Energieträger Wind in Strom umgewandelt wird. Damit entfallen die Kosten für den Energieträger und die Kosten für die Luftreinhaltung und Entsorgung.

22.05.2019 15:30 Horst 2

"... und die Gemeinden über die Gewerbesteuer hinaus davon profitieren. Dazu sei aber eine Gesetzesänderung nötig."

Ich meine das die Gemeinden bereits jetzt über die "Zerlegung der Gewerbesteuer" (Standort Windrad 70%, Standort Firma 30%) davon profitieren. Oder ist das Ländersache und in Thüringen anders geregelt?

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