Regionalplan-Entwurf Neue Gebiete für Windkraft in Nordthüringen geplant

In Nordthüringen sollen in den kommenden zehn Jahren sechs neue Gebiete für Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Das sieht der Entwurf des neuen Regionalplanes für die vier Kreise Eichsfeld, Nordhausen, Kyffhäuser und Unstrut-Hainich vor.

Windräder und Strommast
Strom aus Windkraft soll in Thüringen weiter an Bedeutung gewinnen. Bildrechte: IMAGO

Im Unstrut-Hainich-Kreis sind zwei Gebiete am Forstberg bei Mühlhausen und bei Bothenheilingen ausgewiesen. Im Eichsfeldkreis betrifft es den Sonnenstein und Kaltohmfeld und im Kyffhäuserkreis den Hessenweg bei Sondershausen und ein Gebiet bei Kalbsrieth. Im Kreis Nordhausen wird es nach derzeitigem Stand keine neuen Windkraftanlagen wegen der zahlreichen Naturschutzgebiete geben.

Der neue Entwurf zum Regionalplan für Nordthüringen liegt seit Montag in den Städten und Landratsämtern der vier Kreise aus. Auch Umweltschutz-Vorhaben, Straßenbauprojekte und Tourismuskonzepte für die kommenden zehn Jahre sind darin festgelegt. Bürger, Vereine und Verbände, Kommunen, Unternehmen und Einrichtungen haben zwei Monate Zeit, dazu Stellung zu nehmen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten regional | 03. September 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. September 2018, 19:42 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

8 Kommentare

05.09.2018 20:04 sigrid 8

Jetzt weiß ich endlich, wieso ich mich oft so geladen fühle und auch nachts davon wach werde: Stromspitzen! Das soll doch sicher in die Trasse nach Bayern (High-Tech-Land), jede Wette! Und dafür die Naturverschandelung! Ihr glaubt doch nicht etwa, dass die Stromrechnung dadurch günstiger ausfällt? Menschenskinder, wehrt euch!

05.09.2018 17:55 augu 7

@6: Windkraftanlagen werden zur Stromerzeugung, d.h. Erzeugung von kWh, errichtet und nicht zur "Sicherung des Stromnetzes". Für die Absicherung der Stromversorgung sorgen die Reservekraftwerke, deren Stromerzeugung je 1 kWh aber sehr teuer ist. Günstiger wäre eine Speicherung des Windstroms und Abruf bei Flaute, was aber z.Zt. und in nächster Zukunft nicht möglich ist.
@5: Ich schätze mal, dass das Energiepotential,das in der gesamten jhrl. Gülleerzeung steckt, weniger als 1% des jhrl. Erdgas-Importes beträgt; ein nennenswerter Beitrag diesen zu senken kann die Güllevergasung wohl nicht leisten. Außerdem hat es seine guten Gründ, weshalb bisher hauptsächlich Häckselmais zur Biogaserzeugung verwendet wird, obwohl billige Gülle in ausreichender Menge zur Verfügung steht und sicher auch Umweltpreise winken, wenn das Gülleproblem so gelöst würde.

Mehr aus Thüringen

Historische "Rosinenbomber" vom Typ DC-3 auf dem Flughafen Erfurt-Weimar. 1 min
Bildrechte: MDR/Michael Hesse

Sieben "Rosinenbomber" haben in Erfurt einen Zwischenstopp eingelegt. Einige der Douglas DC-3-Maschinen kamen extra aus den USA angeflogen.

Mo 17.06.2019 15:00Uhr 00:55 min

https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt/video-rosinenbomber-flugzeug-douglas-dc-luftbruecke100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video