Nach Sturmtief "Friederike" Noch immer viele Haushalte ohne Strom

In Nordthüringen waren am Freitag noch deutlich die Auswirkungen des Sturmtiefs "Friederike" vom Donnerstag zu spüren. Am Vormittag waren noch immer viele Haushalte ohne Strom. Wie Martin Schreiber, Sprecher der Thüringer Energie sagte, seien 450 Kollegen deswegen vorrangig in Nord- und Ostthüringen im Einsatz.

Schreiber sagte, im Gegensatz zum Einsatz während des Orkans Kyrill 2007, der Tage angedauert habe, käme man diesmal viel schneller voran. Außerdem gab es deutlich weniger Stromausfälle als bei Kyrill. Ein Grund dafür ist, dass mittlerweile ein Großteil des Stroms über Erdkabel verteilt wird.

Nach Kyrill mussten noch Strommasten aus alten Bundesländern besorgt werden. Schreiber rechnet damit, dass die Haushalte am Wochenende wieder mit Strom aus dem Thüringer Energienetz versorgt werden. Aktuell sind in den betroffenen Regionen Notstromaggregate aufgestellt. Endgültig seien die Arbeiten in ein bis zwei Wochen abgeschlossen.

Parks und Schulen zu

Wegen der Sturmschäden blieben am Freitag auch Parks und Schulen geschlossen, so etwa die Staatliche Grundschule Bleicherode. Alle Eltern waren gebeten worden, ihre Kinder zu Hause zu lassen. Eine Notbetreuung wurde in der Sporthalle des Schillergymnasiums Bleicherode eingerichtet. Die Stadt Nordhausen bittet ihre Einwohner, vorerst Parks und Wälder zu meiden, da die Gefahr von Nachbrüchen sehr hoch sei. Wie Steffen Meyer, Leiter der Bereiches Umwelt und Grünordnung der Stadtverwaltung, sagte, würden die Aufräumarbeiten erst in zwei Wochen beendet sein.  Derzeit nehme man die Schäden in Schulen, Kitas und den Hauptstraßen auf.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 19. Januar 2018 | 06:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Januar 2018, 19:36 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

Mehr aus Thüringen