Bei Ausgrabung gefundene Münze mit Kopf
Römische Münzen wie diese wurden bei Ausgrabungen nahe Mühlhausen entdeckt. Bildrechte: Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Weimar

Spektakulärer Fund Römische Münzen, Nägel und Luxus-Geschirr bei Mühlhausen entdeckt

Das gewaltige Römische Reich hat sich in der Antike zwar nie bis auf thüringisches Gebiet ausgedehnt. Doch die römische Kultur hat deutliche Spuren hinterlassen, wie Ausgrabungsfunde aus der Nähe von Mühlhausen zeigen. Dort wurden bei Bauarbeiten nicht nur Münzen und Luxus-Keramik gefunden - sondern auch Spuren, die auf eine Metallproduktion im Auftrag der Römer hindeuten.

Bei Ausgrabung gefundene Münze mit Kopf
Römische Münzen wie diese wurden bei Ausgrabungen nahe Mühlhausen entdeckt. Bildrechte: Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Weimar

Haben germanische Handwerker vor mehr als 2.000 Jahren auf thüringischem Gebiet für das Römische Militär gearbeitet? Diese Vermutung legen Sandalennägel aus Eisen nahe, die Archäologen bei Ausgrabungen im Unstrut-Hainich-Kreis gefunden haben.

Die Nägel für das römische Schuhwerk sind offenbar direkt in der Siedlung hergestellt worden, die die Forscher vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie entdeckt haben. Bei der Ausgrabung fanden sie außerdem Keramik aus regionaler Produktion. Aber auch Gewandspangen und römisches Luxusgeschirr waren in der Erde verborgen. Diese Gegenstände kamen laut dem Landesamt über den Fernhandel mit dem Römischen Reich zu den Germanen.

Das Landesamt hatte mit Grabungen begonnen, weil auf dem Gebiet die Ortsumfahrung für Mühlhausen entstehen soll - die B 247n. Auch im Verlauf der künftigen Ortsumfahrung zwischen Schönstedt und Großengottern wurden die Archäologen fündig. Dort gruben sie einen Schatz aus der späten Bronzezeit (1200 bis 600 vor Christus) mit Ringschmuck und Sicheln aus.

Bei Ausgrabung gefundene Gegenstände der Bronzezeit
Dieser Fund stammt aus der späten Bronze- oder frühen Eisenzeit. Entdeckt wurde er auf der geplanten Trasse der Ortsumfahrung zwischen Schönstedt und Großengottern. Bildrechte: H. Arnold/Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Weimar

Quelle: MDR THÜRINGEN

AKTUELLES AUS THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 13. Dezember 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2018, 21:12 Uhr

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4 Kommentare

14.12.2018 20:32 James 4

@2
Damit sollte man keine Witze machen, wenn man keinen Besuch durch das zuständige LKA bekommen möchte.
Funde gehören dem zuständigen Landesamt für Bodendenkmalpflege und Archäologie gemeldet, damit die Funde durch eine fachmännische Untersuchung der Fundstelle ihre Geschichte zurück bekommen.

13.12.2018 23:53 part 3

Wenn vor ein paar Jahren bei Hachelbich die Reste eines römischen Heerlagers entdeckt wurden, so war die Ausdehnung des römischen Reiches wohl doch schon entgegen den Behauptungen des MDR in Thüringen angkommen, oder sollte das nur eine Strafexpetition werden um Raubgut zurück zu holen?

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