Hufelandklinik Bad Langensalza Gesellschafter beurlauben Klinik-Chefin und stoppen Schließungspläne

Die Chefin der Hufelandklinik in Bad Langensalza und weitere Führungskräfte sind von ihren Posten abberufen worden. Außerdem wurden Schließungspläne gestoppt, teilten Bad Langensalzas Bürgermeister Matthias Reinz (parteilos) und Landrat Harald Zanker (SPD) am Dienstag mit. Es gehe darum, neues Vertrauen bei der Belegschaft und der Bevölkerung zu gewinnen, hieß es in der Mitteilung der Klinik-Gesellschafter. Die Klinik gehört dem Unstrut-Hainich-Kreis und der Stadt Bad Langensalza.

Das Hufeland-Klinikum in Bad Langensalza
Das Hufeland-Klinikum in Bad Langensalza Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt

Klinik-Stationen in Bad Langensalza bleiben bestehen

Neben der Klinikleiterin Kerstin Haase sind auch die Personalchefin und der Pflegedienstleiter von ihren Aufgaben entbunden worden. Die Klinik wird vorerst von zwei Prokuristen geleitet. Bürgermeister Reinz kündigte an, dass beide Standorte des Klinikums - Bad Langensalza und Mühlhausen - maximal ausgelastet werden sollten. Die Frage der geplanten Zentralisierung des Krankenhauses trete erst einmal in den Hintergrund, sagte Landrat Zanker. Alle geplanten Schließungen würden gestoppt. Damit bleiben die Gynäkologie, die Intensiv-Station und die Unfallchirurgie in Bad Langensalza bestehen.

Überlegungen für zentrale Hufelandklinik

Erst im Juni hatte Zanker über Pläne zur Umstrukturierung des Klinikums informiert. Derzeit seien die Kosten zu hoch, weil an beiden Häusern Personal und Technik vorgehalten werden müsse, so der Landrat vor drei Wochen. Weil die beiden Standorte auch nicht erweitert werden könnten, denke man über einen zentralen Neubau nach, der die beiden derzeitigen Häuser ersetzen könnte. Die Kosten dafür bezifferte Zanker mit rund 200 Millionen Euro.

Tarifverhandlungen starten

In der kommenden Woche sollen auch Tarifverhandlungen zwischen den Gesellschaftern und der Gewerkschaft Verdi beginnen. Die Beschäftigten des Klinikums hatten in der Vergangenheit eine Bezahlung unter Tarif beklagt. Das Krankenhaus hat derzeit rund 1.300 Mitarbeiter.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 08. Juli 2020 | 06:00 Uhr

3 Kommentare

Elsburg vor 12 Wochen

Es ist eben zu oft unklar durch Leere (excìplit fehlende, konkrete Aufgaben-Beschreibungen als Erfüllmaßseab ), die KrHs-G'führer/Vorstände interpretierend nach einen-nützigen Vorstellungen zu verwirklichen trachten +Aufsichtsrat (AR) unbekümmert das gewähren läßt, obwohl er garkeine tragfähige kfr Erfolgsrechnung sich vorlegen läßt -Augen zu +durch, die GF machen was +wie sie wollen +AR sich unkritisch schwach sich einĺullen lassen!

Unterschied zwischen AR +einer Wurst ?
Ganz einfach:
Wurscht is für'n Hund,
AR für die Katz' !!
[..faßt sich an Kopp +greift in Leere !
..zB wie mancher Richter beim Urteil abfassen im Namen des erstaunten Volkes !! ].
Gleiches kann man ~wenn man(n) wirklich will~ beobachten beim Klinikum-Konzern in Kassel, der hohen Bil-Verlust für Vj ausweist nach kl.Gewinn davor ... diese Bilanzen +deren Testierer entstammen offenbar als Kosmetikprodukte aus einem Frisiersalon - wie bei Dt Bank, VW, Lusthansa-sogar Staatsknete zu Tantiemen +Dividenden= dekadent ³ !

Critica vor 12 Wochen

"Beurlauben" heißt doch meist: da lief etwas falsch.
Ich gratuliere den Beschäftigten und wünsche ihnen einen guten Neuanfang.
Möglicherweise hätte man bei anderen Krankenhausschließungen im Osten auch mal genauer hinschauen müssen und sollte es überhaupt mal tun - landesweit.

Rasselbock vor 12 Wochen

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