Unstrut-Hainich-Kreis Mühlhausen: Schülerin positiv auf Corona getestet - keine weiteren Ansteckungen

Im Beruflichen Gymnasium in Mühlhausen gibt es einen Corona-Fall. In mehreren Klassen wurden Abstriche genommen - alle waren negativ. Thüringenweit meldeten die Gesundheitsämter am Freitag 24 neue Fälle.

Junge Studentin sitzt an einem Baum im Freien und lernt.
An einem Gymnasium in Mühlhausen gab es einen Corona-Fall (Symbolfoto). Bildrechte: imago images/photothek

Eine Schülerin des Beruflichen Gymnasiums in Mühlhausen ist am Freitag positiv auf Corona getestet worden. Wie Sören Lamm vom Gesundheitsamt sagte, hatte die Betroffene Kontakt zu einem ebenfalls positiv getesteten Urlaubsrückkehrer. Am Freitag wurden deshalb bei drei Kursklassen und sechs Lehrern Abstriche genommen.

Nach Angaben des Gesundheitsamts am Samstag sind alle Testergebnisse negativ. Der Unterricht soll deshalb am Montag regulär weitergehen. Die betroffene Schülerin bleibt in häuslicher Quarantäne. Im Unstrut-Hainich-Kreis sind zurzeit sechs Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Bei ihnen handelt es sich laut Lamm um Urlaubsrückkehrer.

24 neue Corona-Fälle in Thüringen

Die Zahl der aktiven Corona-Fälle in Thüringen ist bis Freitagabend um zwölf gestiegen. Das geht aus den Zahlen der Gesundheitsämter in den Landkreisen und kreisfreien Städten hervor. Insgesamt wurden im Lauf des Tages 24 neue Fälle gemeldet. Zwölf Infizierte sind wieder gesund.

Ohne aktive Fälle ist zurzeit nur der Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Im Weimarer Land wurden in den vergangenen sieben Tagen 20 neue Fälle pro 100.000 Einwohner registriert. Seit Beginn der Pandemie haben sich landesweit insgesamt 3.773 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Corona nach Polterabend und in Pflegeheim

Nach zwei Corona-Fällen bei einem Polterabend in Rosental im Saale-Orla-Kreis sind zwei weitere Tests positiv ausgefallen. Insgesamt wurden 82 Menschen getestet. Im Jugendgefängnis in Arnstadt ist bei einem Bediensteten ein Test positiv ausgefallen. Dagegen haben sich nach einem positiven Corona-Fall am Schiller-Gymnasium in Weimar alle weiteren Tests bei Schülern als negativ herausgestellt.

Ein Jenaer Pflegeheim ist wegen eines Corona-Falls in der Belegschaft für Besucher und Dienstleister geschlossen worden. Wie die Stadtverwaltung am Samstag mitteilte, haben sich dabei keine weiteren Menschen angesteckt. Alle 90 Bewohner und 50 Mitarbeiter seien getestet worden. Heimbewohner, die direkten Kontakt zum betroffenen Pfleger oder der betroffenen Pflegerin hatten, sollen in den nächsten Tagen noch einmal auf das Virus getestet werden.

Geschlossen wurde zunächst auch ein Frisörsalon in Jena, nachdem ein Mitarbeiter positiv getestet worden war. Auch hier habe es keine weiteren Ansteckungen gegeben. Die direkten Kollegen seien in Quarantäne geschickt worden. Der Salon wird wieder geöffnet. Kollegen aus anderen Filialen seien eingesprungen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/sar

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 11. September 2020 | 22:00 Uhr

3 Kommentare

Grosser Klaus vor 5 Wochen

De eigentliche Skandal ist: "Am Freitagvormittag gab die Stadt Jena neue Corona-Fälle im Stadtgebiet bekannt. Demnach seien Mitarbeiter eines Friseursalons sowie eines Pflegeheims wissentlich arbeiten gegangen, obwohl sie nachweislich mit dem Coronavirus infiziert waren. In einer Richtigstellung rudert die Stadt nun zurück.
Wie der Pressesprecher der Stadt Jena mitteilte, sei es "in den Beratungen des Krisenstabes leider zu der falschen Annahme gekommen, die beiden Personen (Angestellte in Frisörsalon und Pflegeheim) haben mit Symptomen gearbeitet."
Die Informationen seien nun von der Stadt korrigiert worden. Sie hat sich bei den betroffenen Personen wegen der Falschmeldung entschuldigt, beide hätten sich vorbildlich verhalten."

Freies Moria vor 5 Wochen

Auch in diesem Artikel wieder eine Verbindung zu Urlaubsrückkehrern ohne Nennung der Urlaubsländer, leider!
Gibt es keine Statistik für Thüringen, welche Urlaubsländer stark betroffen sind? Einschließlich der Anzahl Urlauber die für diese Länder bekannt sind, oder zumindest als Rückkehrer aus dem jeweiligen Land getestet wurden?
Das würde Ämtern, Schulen, Firmen erlauben, sinnvolle Entscheidungen zu treffen, welche Urlaubsrückkehrer sich testen lassen sollten bzw. von welchen Urlaubsregionen abgeraten werden soll.
Statt solcher Schritte mit Augenmaß kommen beim aktuellen Informationsstand nur diffuse Verdachtsmomente gegen Türkei- und Kosovo-Urlauber heraus, weil diese Länder für ganz Deutschland als Top-Ziele mit infizierten Rückkehrern genannt wurden. Ob 1 von 10 Rückkehrern infiziert ist oder 1 von 10000 erfährt man auch aus Bundesangaben nicht - obwohl es offensichtlich einen Riesenunterschied gibt.
Liebe Medien: Das sollte Euer Beitrag zur Corona-Bekämpfung sein!

Grosser Klaus vor 5 Wochen

Wer also ist für die Falschmeldung verantwortlich der Krisenstab der Stadt Jena oder Kristian Philler, der Pressesprecher der Stadt Jena?

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