Nach fast 150 Jahren Endgültiges Aus für Objektmöbel Schlotheim

Für die insolvente Thüringer Objektmöbel GmbH in Schlotheim im Unstrut-Hainich-Kreis ist kein Investor gefunden worden. Es bleibe dabei, dass die Firma zum 31. Januar den Geschäftsbetrieb aufgeben werde, sagte Eigentümer Erich Alemany MDR THÜRINGEN. Die Firma habe trotz zeitweise guter Auftragslage nicht rentabel gearbeitet. So hätten die Verluste 2017 rund 300.000 Euro betragen.

Tischler Manfred Gärtner an eingespannter Holzplatte.
Der Tischler Manfred Gärtner arbeitet seit 1971 in dem Betrieb. Der 64-Jährige glaubt nicht, dass er bis zum Eintritt in die Rente noch einen anderen Arbeitsplatz findet. Er sei traurig und wütend zugleich, dass das über 100 Jahre alte Traditionsunternehmen zum 31. Januar schließt. Aufträge gebe es genug. Bildrechte: MDR/Karin Bühner

Wie die Kanzlei Brinkmann und Partner als Insolvenzverwalter MDR THÜRINGEN mitteilte, wurde 29 Mitarbeitern gekündigt. Die Produktionshalle im Gewerbegebiet wurde bereits an ein in Schlotheim ansässiges Unternehmen verkauft. In den vergangenen Jahren wurden in der Objektmöbel GmbH unter anderem Büro- und Küchenmöbel hergestellt. Vor fünf Jahren musste der Möbelhersteller zum ersten Mal Insolvenz anmelden, damals war eine Produktionsstätte in Körner geschlossen worden. Die Firma wurde im Jahr 1870 gegründet und beschäftigte vor 1990 mehrere hundert Mitarbeiter. Sie fertigten unter anderem Stühle und Tische für Schulen in der gesamten DDR. Die verbliebenen 29 Mitarbeiter arbeiten noch bis Ende Januar an einem letzten Auftrag.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 17. Januar 2019 | 18:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2019, 14:48 Uhr

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