Bad Langensalza | Unstrut-Hainich-Kreis Mann soll Freundin mit Polizei-Dienstwaffe erschossen haben

In Bad Langensalza im Unstrut-Hainich-Kreis ist eine 34 Jahre alte Frau mit einer Dienstpistole der Polizei erschossen worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mühlhausen steht der 22 Jahre alte Freund der Frau unter Verdacht, den Schuss abgefeuert zu haben. Er soll mit der Dienstwaffe eines Bekannten geschossen haben, der wie er aus Bad Langensalza stammt und als Beamter der Bundespolizei zuletzt am Flughafen München eingesetzt war. Beide wurden zunächst festgenommen und am Freitagnachmittag auf Weisung der Staatsanwaltschaft Mühlhausen auf freien Fuß gesetzt. Die Polizei erklärte dazu, nach jetzigem Ermittlungsstand werde eine Tötungsabsicht ausgeschlossen. Es werde wegen des Verdachtes der fahrlässigen Tötung ermittelt. Der Freund der Getöteten habe sich freiwillig in ärztliche Behandlung begeben.

Ermittler in einem blauen Transportfahrzeug der Tatortgruppe des LKA Thüringen in Bad Langensalza.
Ermittler in einem blauen Transportfahrzeug der Tatortgruppe des LKA Thüringen in Bad Langensalza. Der Beamte trägt einen Einweganzug, um keine eigenen Spuren am Tatort zu hinterlassen. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel

Der tödliche Schuss fiel in der Nacht zum Freitag in der Wohnung des mutmaßlichen Schützen, wo sich alle drei aufhielten. Eine Polizeisprecherin hatte am Freitagmorgen mitgeteilt, die Polizei sei kurz nach Mitternacht über den Notruf informiert worden. Beamte hätten die Frau tot in einem Bett gefunden. Die beiden Männer waren erheblich alkoholisiert. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN wurden Atemalkoholwerte von 1,8 und 2,4 Promille gemessen. Zum genauen Hergang des Geschehens liegen noch keine offiziellen Angaben vor. Auch ist offen, welcher der beiden Männer den Notruf gewählt hat.

Die Leiche der Frau sollte nach am Freitag obduziert werden. Mit Ergebnissen ist laut Staatsanwaltschaft frühestens in der nächsten Woche zu rechnen. Die Frau wurde in den Oberkörper getroffen Die Spurensicherung hatte die Tatortgruppe des Landeskriminalamts Thüringen übernommen. Die Spezialisten untersuchten den mutmaßlichen Tatort in Einweg-Anzügen, um keine eigenen Spuren zu hinterlassen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 12. Januar 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2018, 20:30 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

20 Kommentare

14.01.2018 10:17 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 20

@ 19: Zitat "relativiert die Tat oder die Fahrlässigkeit."

Entweder wurde mit der Waffe 'herumgespielt' - dann fragt man sich, wie Leute immer wieder auf die dumme Idee kommen, mit einer Waffer 'herumzuspielen' - oder es war Mord - was an sich schon eine dumme Idee ist.
In beiden Fällen wäre es ohne Schußwaffe deutlich anders ausgegangen.

Zitat "der entsprechend eigenen Angaben gern nackt geht"
Sicherlich hat auch der Nudismus seine Sonnenseiten, aber wie Du an dem 'lieber' & 'als' erkennen kannst, hast Du bei meinem Nick tatsächlich eine Relativierung:
bevor ich aufhöre zu denken und anfange, faschistischen Scheiß zu labern, lasse ich mich von solchen Idioten lieber 'nackig machen' und an die Wand stellen.

13.01.2018 20:59 Frank 19

Herr Krause (18, 14), der entsprechend eigenen Angaben gern nackt geht, relativiert die Tat oder die Fahrlässigkeit.

Mehr aus der Region Nordhausen - Heiligenstadt - Mühlhausen - Sömmerda

Mehr aus Thüringen

Gruppenbild mit Gewinnern der Auszeichnung Thüringer des Monats mit MDR Thüringen Chefredakteur Mathias Gehler und Sozialministerin Heike Werner im Foyer des Landesfunkhaus Thüringen mit großflächig eingeblendeter Zahl 25 4 min
Bildrechte: MDR THÜRINGEN

Fr 14.12.2018 17:40Uhr 03:37 min

https://www.mdr.de/thueringen/video-258824.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video