Urteil Gekündigter Jugendpfleger in Herbsleben ohne Anspruch auf Lohnzahlungen

Vergangenes Jahr entließ die Gemeinde Herbsleben ihren Jugendpfleger. Er hatte sämtliche Bewerbungsunterlagen gefälscht. Vor Gericht wollte der Mann noch Lohn erstreiten.

Ein Richterhammer
Der Jugendpfleger hat keinen Anspruch auf weitere Lohnzahlungen, stellte das Gericht fest (Symbolfoto). Bildrechte: colourbox

Der fristlos gekündigte Jugendpfleger von Herbsleben im Unstrut-Hainich-Kreis hat keinen Anspruch auf weitere Lohnzahlungen. Das hat das Arbeitsgericht Nordhausen am Dienstag in einem Vergleich festgelegt. Die zuständige Richterin hatte dem Kläger vorgerechnet, dass er insgesamt 18.000 Euro erhalten habe und ihm wegen fehlender Qualifikation einiges davon nicht zustehe. Die Richterin sprach von einer Überzahlung.

Mit seiner Klage wollte der Mann nach eigene Angaben erreichen, dass ihm das Geld für den Monat November 2020 gezahlt wird. Damals war er fristlos gekündigt worden. Er hatte sämtliche Bewerbungsunterlagen gefälscht. Im Gerichtstermin am Dienstag gab er zu, dass er weder Abitur noch ein Studium als Sozialpädagoge habe.

Der Mann war nicht zum ersten Mal in dieser Weise aufgefallen. Im Dezember 2020 hatte ihn das Amtsgericht Erfurt wegen vergleichbarer Taten zwei Jahre zuvor zu einer Geldstrafe verurteilt. Zu den Betrugsvorwürfen aus Herbsleben ermittelt die Polizei in Mühlhausen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/sar

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 27. Januar 2021 | 09:30 Uhr

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