Unstrut-Hainich-Kreis Mühlhausen: Kinderschutzdienst macht auf häusliche Gewalt aufmerksam

Der Kinderschutzdienst in Mühlhausen ruft in der Corona-Krise zu mehr Zivilcourage auf. "Wir brauchen eine Kultur des Hinschauens", sagt Mitarbeiterin Ellinor Förster. Wegen der aktuellen Isolation sei die Gefahr von häuslicher Gewalt sehr groß. Geschlossene Kitas und Schulen zwingen Familien, sich selbst zu organisieren und den Alltag zu Hause zu gestalten. Deshalb sei es auch wichtig, die Nummer des Thüringer Sorgentelefons 0800 008 008 0 zu kennen.

Bild zeigt Mann mit Kind im Arm
Mit einer Schautafel macht der Kinderschutzdienst Mühlhausen auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam. Bildrechte: MDR/Claudia Götze

Mit einer Schautafel an einem Gebäude am Lindenbühl macht der Kinderschutzdienst derzeit auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam. Der Kinderschutzbund im Unstrut-Hainich-Kreis hat nach eigenen Angaben im vorigen Jahr 99 Kinder und Jugendliche betreut. Drei von vier waren von körperlicher, psychischer oder sexueller Gewalt betroffen; 35 sind vernachlässigt worden.

Bilder zeigen häusliche Gewalt
Schautafel in Mühlhausen: Sozialverbände befürchten in Corona-Zeiten eine Zunahme von häuslicher Gewalt. Bildrechte: MDR/Claudia Götze

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Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 17. April 2020 | 17:30 Uhr

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