Landgericht Mühlhausen Zwei Männer wegen Vergewaltigung hinter Gittern

Das Landgericht Mühlhausen hat am Montag zwei 23-jährige Männer wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung zu vier und fünf Jahren Haft verurteilt. Laut Urteil sollen sie Ende August 2016 eine 28-jährige Frau in der Nähe eines Viadukts im Mühlhäuser Bahnhofsviertel gemeinsam vergewaltigt haben. Dabei sollen sie arbeitsteilig vorgegangenen sein. Demnach hielt einer der Angeklagten die Frau an den Oberarmen fest, während der andere sich an ihr verging. Ein dritter Angeklagter wurde mangels Beweisen freigesprochen. Ein vierter mutmaßlicher Täter habe in der Tatnacht unerkannt fliehen können.

Das Justizzentrum Mühlhausen mit Landgericht und Staatsanwaltschaft
Landgericht Mühlhausen Bildrechte: dpa

Im Prozess wertete das Gericht die Aussagen des Opfers als glaubwürdig. Richter Gerd Funke sagte in seiner Urteilsbegründung, die Schilderungen der Frau würden zu den am Tatort gefundenen Spuren passen. Laut Staatsanwaltschaft waren am Körper der Frau und an ihrer Kleidung DNA-Spuren gefunden worden, die den beiden Männern zuzuordnen sind. Beim dritten Angeklagten waren die DNA-Spuren nicht eindeutig zuordenbar.

Die Richter blieben inhaltlich und vom Strafmaß allerdings deutlich unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die von zwei Übergriffen ausgeht. Laut Staatsanwaltschaft wurde die Geschädigte in einen Hinterhalt gelockt und mehrfach von mehreren Tätern vergewaltigt. Sie hatte sechs für den ersten sowie fünf Jahre und neun Monate Haft für den zweiten Angeklagten gefordert. Die Verteidigung hatte bei zwei Angeklagten auf Freispruch und beim dritten auf drei Jahre Haft plädiert. Einer hatte im Prozess von einvernehmlichem Geschlechtsverkehr gesprochen und sich beim Opfer entschuldigt.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 31.07.2017 | 14:00 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN / dpa

Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2017, 15:25 Uhr

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