Mühlhausen Jugendarrest für sechs Schulschwänzer im Unstrut-Hainich-Kreis

Fast zwei Jahre nach dem Boykott hat das Amtsgericht Mühlhausen am Dienstag sechs Schulschwänzer aus dem Unstrut-Hainich-Kreis in den Jugendarrest geschickt. Weitere drei Betroffene müssen ebenfalls für eine Woche in den Arrest in Arnstadt; sie hatten nach Corona-Verstößen im letzten Frühjahr die Arbeitsauflagen ignoriert.

Nur zwei der neun geladenen Jugendlichen erschienen zum Anhörungstermin. Beide können sich den verhängten Arrest noch ersparen, wenn sie vor Arrestbeginn die Arbeitsstunden ableisten.

Amtsgericht Mühlhausen
Zum Anhörungstermin am Amtsgericht erschienen nur zwei der neun vorgeladenen Jugendlichen. Bildrechte: dpa

Ein besonders aktiver Schulschwänzer muss erneut für zwei Wochen hinter Gitter. Aus gleichem Grund saß er schon einmal sechs Wochen. Die Schulbehörde hatte die Verfahren eingeleitet, weil die Jugendlichen 2019 mehrere Monate den Unterricht an Regel- und Förderschulen geschwänzt und anschließend auch keine Arbeitsstunden geleistet hatten.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jni

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 23. Februar 2021 | 17:00 Uhr

14 Kommentare

MDR-Team vor 1 Wochen

Der verlinkte Artikel soll das Thema Jugendarrest für Schulschwänzer ergänzen. Dabei handelt es sich nicht um parallele, sondern ähnlich gelagerte Fälle.

Jedimeister Joda vor 1 Wochen

Ach ja Schulschwänzer. Müssen einsitzen wegen Nichtteilnahme am Unterricht. Da habe ich nur eine Frage. Wer sitzt ein wenn Unterricht ausfällt? Das Land hat die Bildungsaufgabe gesetzlich auszuführen. Wenn eine Unterrichtsstunde ausfällt muß dann der Minister pro Schulstunde zwei Minuten in den Karzer? Macht euch Gedanken. In unserer Galaxie ist dieses Problem gelöst. Also viel Erfolg und gutes Gelingen. Gut Nacht

Nelke vor 1 Wochen

Was für Arbeitsstunden ? Handelt es sich um eine berufs(vorbereitende) Schule ?
Tja, wer weiß, wem auf welche Weise noch zu helfen ist ? Hoffentlich funktioniert der Jugendarrest nicht nach dem Prinzip, einen Apfel mit einer leichten Druck-stelle zu faulen Äpfeln legen, damit die Druckstelle verschwinden möge. Vielleicht können einige Jugendliche auch für eine Mitarbeit bei der Landesregierung als wissenschaftliche Hilfskraft gewonnen werden, um Pläne für Schulschließungen zum Corona-Schutz auszuarbeiten ? Sonst greift man doch auch gern auf unent-behrliches Expertenwisssen zurück und läßt sich die Gesetzentwürfe ein bißchen "vorschreiben" ? Und weshalb muß ein besonders aktiver (!) Schulschwänzer gleich einen Monat in Arrest ? Aktivisten sind doch an sich gut, oder nicht ?

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