Wiegleben Schweinezuchtanlage kassiert juristische Niederlage

Die Schweineaufzuchtanlage Wiegleben hat vor dem Verwaltungsgericht Weimar eine juristische Niederlage hinnehmen müssen. Das Gericht gab dem Veterinäramt Unstrut-Hainich in einem Schadensersatzverfahren Recht. So war die Notschlachtung einer Muttersau durch die Amtstierärztin notwendig und angemessen. Auch alle anderen vom Betrieb gegen das Veterinäramt vorgebrachten Klagen wies Richter Jochen Schaub zurück.

Schweinemast Aschara
Die Schweinezuchtanlage Wiegleben (Archiv). Bildrechte: MDR/Thomas Kalusa

Der Anwalt der Agraranlage müsse nicht vor jeder tierärztlichen Kontrolle informiert werden, so das Gericht. Auch fünf Befangenheitsanträge gegen den Richter wies das Verwaltungsgericht Weimar zurück. Hauptstreitpunkt der Auseinandersetzung zwischen dem Amt und den Züchtern war die im Dezember 2017 amtsärztlich angeordnete Tötung einer Muttersau. Die hatte, so der Richter, blutgefüllte Gelenke und eine eitrige Lungenentzündung, und sei zu recht eingeschläfert worden.

Ob die Schweineaufzuchtanlage das Urteil akzeptiert oder in die nächste Instanz geht ist noch unklar. Gegen die Betreiber und die Agrargesellschaft ADIB liegen wegen zahlreicher Tierschutzverstöße etliche weitere Strafanzeigen vor.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Zuletzt aktualisiert: 11. September 2018, 18:56 Uhr

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5 Kommentare

12.09.2018 19:25 ChristCat 5

Ich möchte niemanden zum Vegetarier oder Veganer missionieren. Das ist auch nicht nötig. Wir alle sollten unsere Kaufgewohnheiten diesbezüglich überdenken. Wer nach Billigware schreit... Muss das in Kauf nehmen. Angebot und Nachfrage!

11.09.2018 22:21 part 4

Früher gab es auch schon Mastanlagen, doch da wurde noch Kartoffelstampf gefüttert und kein Fischmehl. Oder es gab staatliche Abnahmestellen, die es jedem kleinen Hobbybauern ermöglichten im Nebenerwerb die Sau auch mal auf den Hof zu lassen.

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