Unstrut-Hainich-Kreis Kritik: Neue Ortsdurchfahrt in Bollstedt zu schmal

Die neue Ortsdurchfahrt durch Bollstedt im Unstrut-Hainich-Kreis sorgt für Kritik. Anwohner kritisieren, die Straße sei nicht breit genug gebaut worden, wodurch Lkw auf den Gehweg ausweichen müssten, wenn sich beispielsweise zwei Fahrzeuge begegnen.

Ein Bus steht an der Haltestelle und ein Auto versucht, vorbeizukommen.
Die Straße soll Ende November fertig sein. Bildrechte: MDR/Karin Bühner

Auch die Busfahrer sind sauer. Ulrich Papst fährt fast täglich die Linie Mühlhausen – Bollstedt. Fünfeinhalb Meter sind einfach zu wenig, sagt er. Er hat Angst, dass ihm der Außenspiegel von vorbeifahrenden Lkw abgerissen wird. Auch eine Parkbucht für Busse fehlt.

Das zuständige Straßenbauamt in Nordthüringen sieht das nicht so. Wie Sprecher Winfried Ludolph MDR THÜRINGEN sagte, ist die Straße mit fünfeinhalb Metern breit genug und entspricht damit den gesetzlichen Vorgaben für eine Gemeindestraße. Das ist keine Schnellstraße, innerorts müsse ohnehin langsam und rücksichtsvoll gefahren werden. Die rund 400 Meter lange Straße soll Ende November fertig sein und hat 1,4 Millionen Euro gekostet.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Bildrechte: MDR/News5

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 25. Oktober 2018 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Oktober 2018, 05:00 Uhr

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7 Kommentare

25.10.2018 22:11 Dorfbewohner 7

Nee, nee Martin(6),

die Fahrzeuge müssten bei einer "Durchgangsstraße" schon vernünftig aneinander vorbeifahren können. Das ist immerhin die Verbindung zwischen Görmar und Höngeda. Wir als Land haben möglicherweise was konkreteres und nicht diese Empfehlung für Thüringen von der FGSV Köln.

Hatte vor längerer Zeit schon was über möglicherweise Abweichungen bei bestimmten Bemessungen gehört. Und genau daran hätten sich dann die Planer zu halten, vermute ich mal.

Das ist kein Planungsfehler, dass sollte so sein.

25.10.2018 20:14 Martin 6

Finde es gut, dass nur so viel Fläche versiegelt und so viel Geld in Asphalt gegossen wird, wie nötig. Die "gesetzliche Grundlage" für die Breitenbestimmung dürfte die "Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen" (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinien_f%C3%BCr_die_Anlage_von_Stadtstra%C3%9Fen) sein. Im Übrigen habe ich noch nie von einem Straßenplaner gehört, der freiwillig schmaler geplant hat. ;-)

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