Bad Langensalza Schweinezüchter unterliegen erneut vor Gericht

Das Verwaltungsgericht Weimar hat einer Nordthüringer Schweinezuchtanlage erneut schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz bescheinigt. Eine Beschwerde der Schweinezuchtanlage Aschara gegen die Tierschutz-Auflagen des Unstrut-Hainich-Kreises wurde vom Verwaltungsgericht erneut zurückgewiesen. Demnach war das Vorgehen des zuständigen Veterinäramts rechtens.

Schweinemast Aschara
Die Schweinezuchtanlage im Bad Langensalzaer Ortsteil Aschara. Hier leben sechstausend Schweine und rund 500 Muttersauen. Bildrechte: MDR/Thomas Kalusa

Das Amt hatte die Betreiber im März aufgefordert, kranke Schweine in separaten Boxen unterzubringen, genügend Futter bereitzustellen und die Ammoniakkonzentration im Stall zu senken. Anlass waren die bei einer Kontrolle vorgefundenen Zustände. Zudem sollten Tiere, deren Weiterleben nur unter Schmerzen und Leiden möglich ist, geschlachtet werden.

Über diese Auflagen hatten sich die Betreiber beim Verwaltungsgericht im Eilverfahren beschwert. Die Richter hielten die Auflagen jedoch für angemessen. Bereits im Dezember letzten Jahres waren in der Schweinezuchtanlage schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt worden.

Staatsanwaltschaft ermittelt weiter

Die heutige Entscheidung des Verwaltungsgerichts will der Betreiber der Schweinezuchtanlage nicht akzeptieren. Der Hauptgesellschafter der ADIB Agrargesellschaft Aschara, Klaus Kliem, sagte MDR THÜRINGEN, das Urteil sei mangelhaft und man werde es vor dem Oberverwaltungsgericht anfechten. Er verwies zudem darauf, dass die Zustände in der Schweinezuchtanlage inzwischen viel besser seien als 2017. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft laufen rund um das Tierschutzproblem in Aschara weiter zahlreiche Ermittlungen. Auch die Thüringer Aufbaubank prüft eigene Fördermittelvergaben.

Quelle: MDR THÜRINGEN

AKTUELLES AUS THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | MDR THÜRINGEN Nachrichten | 10. August 2018 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. August 2018, 20:33 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

2 Kommentare

10.08.2018 18:47 Rasselbock 2

Der Staat muss Flagge zeigen: Dicht machen die Bude. Ein Example muss statuiert werden, anders kann man der Clique nicht beikommen, Freilich, juristisch wasserdicht muss das passieren. Wo ein Wille ist ist auch ein Busch. Und wenn das nicht fruchtet, Fleischverbraussteuer von 20% einführen.

10.08.2018 18:15 Zurück zur bäuerlichen Landwirtschaft 1

Wenn man diese riesige Tierquälanstalt auch nur auf dem Photo sieht, wird man schon zum Vegetarier.

Mehr aus der Region Nordhausen - Heiligenstadt - Mühlhausen - Sömmerda

Mehr aus Thüringen