Bewegung in der Natur Rad- und Wanderwege im Altenburger Land auf dem Prüfstand

Autorenbild Franziska Heymann
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Huckelpisten und verdreckte Wegschilder können Radfahrern und Wanderern den Spaß verderben. Für Ordnung sorgen haupt- oder ehrenamtliche Wegewarte. Viel geplant wird gegenwärtig im Altenburger Land.

Verdreckte Radwegschilder im Altenburger Land
Verdreckte Radwegschilder im Altenburger Land Bildrechte: MDR/Franziska Heymann

Die Rad- und Wanderwege im Altenburger Land sollen verbessert werden. Bis zum Ende des Jahres gehe es vor allem darum, eine Bestandsaufnahme im Stadtgebiet Altenburg zu machen und Änderungen vorzuschlagen, sagte Wegewart Steffen Gehrt MDR THÜRINGEN. Problematisch ist demnach unter anderem die Straßenüberquerung für Radfahrer am Großen Teich.

Auch der ausgespülte Weg durch den Stadtwald bedürfe der Ausbesserung. Neben dem Stadtgebiet prüft Gehrt auch die drei Fernradwege im Altenburger Land sowie die fünf regionalen Radwege. Er ist seit Juni im Amt und sammelt Ideen und Verbesserungsvorschläge. Die Bundesagentur für Arbeit fördert die Kosten für den Wegewart zunächst für zwei Jahre zu 100 Prozent.

Nur wenige hauptamtliche Wegewarte

Der Tourismusverband wolle mit Hilfe des Wegewarts die Aufenthaltsqualität für Rad-Touristen verbessern, teilte Wirtschaftsförderer Tino Scharschmidt mit. Kritikpunkte sollen dabei laut Vize-Verbandschef André Neumann (CDU) nach Prioritäten und Kosten beziehungsweise Fördermöglichkeiten abgearbeitet werden. Ziel ist außerdem, die gesammelten aktuellen Daten in eine digitale Thüringer Radwegekarte einzuspeisen.

Thüringenweit beschäftigen nach Informationen von MDR THÜRINGEN nur wenige Landkreise einen hauptamtlichen Wegewart. Dazu zählen neben dem Altenburger Land unter anderem der Saale-Holzland-Kreis und der Kreis Saalfeld-Rudolstadt. Sie arbeiten teilweise mit ehrenamtlichen Wegewarten zusammen. Im Saale-Orla-Kreis wird nach Angaben des Landratsamtes noch in diesem Jahr ein offizieller Kreiswegewart ernannt.

Das Eichsfeld rüstet auf

Gekipptes Radwegschilder im Altenburger Land
Rad- und Wanderwege im Altenburger Land sollen demnächst verbessert werden. Bildrechte: MDR/Franziska Heymann

Im Eichsfeld soll die Stelle des Rad- und Wanderwegewarts 2020 auf eine Vollzeitstelle angehoben werden. Damit könnten nach Angaben der Kreisverwaltung künftig auch die bisher aus Zeitgründen vernachlässigten Radwege besser überprüft werden. Im Eichsfeld sowie im Saale-Holzland-Kreis sollen zeitnah die Radverkehrskonzepte fortgeschrieben werden.

In den kreisfreien Städten Eisenach, Jena und Weimar übernimmt der Kommunalservice die Wartung der Wege. In Jena gibt es darüber hinaus eine Radverkehrsbeauftragte sowie einen Radverkehrsbeirat. In einigen Regionen wie den Landkreisen Nordhausen, Gotha oder Hildburghausen prüfen - in Abstimmung mit den Tourismusverbänden - Ehrenamtliche die Rad- und Wanderwege und übernehmen auch kleinere Reparaturen.

Viele ehrenamtliche Mitarbeiter

Im Weimarer Land unterstützen zwei Ehrenamtliche die beiden sogenannten Werkstattmitarbeiter des Landkreises bei ihrer Arbeit. Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen wird über die neu gegründete AG Radverkehr noch in diesem Jahr ein ehrenamtlicher Radwegewart ernannt.

Zuständig für Rad- und Wanderwege sind laut Kommunalordnung Städte und Gemeinden. Sie sind demnach auch für Reparaturen zuständig. Hinweise zu Mängeln und Problemen nehmen die Städte und Kreise unter anderem über das "Mängelmeldesystem Radnetz Thüringen" entgegen, einem Service auf der Internetseite des Freistaats Thüringen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | THÜRINGEN JOURNAL | 26. Juli 2019 | 19:00 Uhr

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