Schüler demonstrieren
In Altenburg demonstrierten die Schüler für den Verbleib in Schmölln. Bildrechte: MDR/Franziska Heymann

Altenburger Land Schüler demonstrieren für Erhalt der Oberstufe in Schmölln

Der Altenburger Landrat denkt darüber nach, die Elft- und Zwölftklässler aus Schmölln und Meuselwitz künftig in Altenburg unterrichten lassen. Betroffene Schüler befürchten Nachteile - und wehren sich dagegen.

Schüler demonstrieren
In Altenburg demonstrierten die Schüler für den Verbleib in Schmölln. Bildrechte: MDR/Franziska Heymann

Rund 500 Schüler, Lehrer und Eltern haben am Mittwochabend in Schmölln (Altenburger Land) für den Erhalt der Oberstufe am Roman-Herzog-Gymnasium demonstriert. Landrat Uwe Melzer (CDU) hatte zuvor in einem Zeitungsbericht die Idee geäußert, die elfte und zwölfte Klasse der Gymnasien in Schmölln und Meuselwitz künftig in Altenburg zu unterrichten, um mehr Kurse anbieten zu können.

Die Schüler um Sprecherin Magdalena Schnelle befürchten lange Fahrzeiten und dass sie bei einem Wechsel nach Altenburg dort "Fremdlinge" für die Schüler und Lehrer sein könnten. Darüber hinaus sei das Herzog-Gymnasium erst vor kurzem mit modernen Fachkabinetten insbesondere für die Oberstufe ausgestattet worden. In die Räume sowie einen Anbau waren 3,6 Millionen Euro investiert worden.

Landrat Melzer konnte bei der Demonstration nicht versprechen, dass die Oberstufe erhalten bleibt, weil aktuell beide Gymnasien nicht die geforderten Mindestschülerzahlen aus dem neuen Schulgesetz erfüllen. Dennoch sollten zumindest die jüngeren Schüler wohnortnah unterrichtet werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | THÜRINGEN JOURNAL | 23. Januar 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2019, 20:01 Uhr

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2 Kommentare

24.01.2019 12:56 Willy 2

es ist wirklich sehr schlimm wenn jetzt laufend von den Kinder / Jugendl. demonstriert würd, nein und nochmals nein so etwas gab es zu DDR- zeiten nicht muß ich immer wieder schreiben was ist das für ein total versauter Staat geworden , als jugendl. hat man ja eigentlich andere dinge im Kopf.

23.01.2019 21:29 Ostthüringen 1

....das Altenburger Land "blutet aus2, kaum Nachwuchs (bei Kindern und Lehrern), weil attraktive Wohnsituationen fehlen! Wer noch kann zieht hin zur "hippen" Stadt Leipzig oder ins "Arbeiterviertel" (Chemnitz) - hier werden bald nur noch Altenheime und Sozialtransfern-Zonen sein. Der (produzierenden) Industrie wird der Nachwuchs genommen, weil auch die Berufsschule/n dahin siechen...Meine drei Kindern wohnen hier auf einem Dorf und müssen schon immer lange (zeitliche) Wege in Kauf nehmen (in ein Altenburger Gymnasium) - ein echter Standortnachteil...und auch die Schulbus-Netz-Planung wird dem Diktat des Fahrplan´s der DB unterworfen - "Gute Nacht" Altenburg!

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