Flughafen in Altenburg, 2006
Der Flughafen in Altenburg-Nobitz. Direkt auf dem Gelände siedeln sich eine Sicherheits- und eine Drohnenfirma an. Bildrechte: dpa

Neue Investitionen Gleich drei Unternehmen siedeln sich in Nobitz an

Gute Nachrichten aus Nobitz: Gleich drei Unternehmen wollen investieren und siedeln sich auf dem Flughafen und dem benachbarten Gewerbegebiet an. Eine Sicherheits- und eine Drohnenfirma sowie ein US-Online-Autohändler wollen künftig von dort aus arbeiten.

Flughafen in Altenburg, 2006
Der Flughafen in Altenburg-Nobitz. Direkt auf dem Gelände siedeln sich eine Sicherheits- und eine Drohnenfirma an. Bildrechte: dpa

Gleich drei Unternehmen wollen in Nobitz im Altenburger Land investieren. Mit dem US-Online-Autohändler Copart siedelt sich erstmals seit 15 Jahren wieder ein Unternehmen im Gewerbegebiet "Am Flugplatz" an. Nach Unternehmensangaben sind Investitionen in Höhe von knapp zwölf Millionen Euro geplant. Direkt auf dem Flughafengelände wollen sich außerdem eine Sicherheits- und eine Drohnenfirma niederlassen, wie ein Sprecher des Landratsamtes MDR THÜRINGEN sagte. Für beide Vorhaben seien bereits im Landratsamt in Altenburg entsprechende Vereinbarungen mit den Unternehmen unterzeichnet worden.

Die Drohnenfirma aus Augsburg will demnach ein Schulungszenrum für den Einsatz der Fluggeräte in verschiedenen Wirtschaftsbranchen einrichten. Dort soll Personal ausgebildet werden, das die Drohnen nutzt, um zum Beispiel Freileitungen zu kontrollieren, Schädlinge auf Feldern zu bekämpfen oder den Zustand von Bäumen zu überprüfen.

Die Frankfurter DREGER Group will Sicherheitstrainings für verschiedene polizeiliche Lagen anbieten. So könne zum Beispiel das Abseilen aus Hubschraubern in Nobitz geübt werden, hieß es bei der Unterzeichnung im Landratsamt.

Handel mit Gebrauchtwagen startet im April

Die Bauarbeiten für die Niederlassung des US-Autohändler Copart haben bereits begonnen. Rund 50 Arbeitsplätze sollen entstehen. Eine Unternehmenssprecherin sagte MDR THÜRINGEN, bereits im April starte der Handel mit Gebrauchtfahrzeugen auf dem 14 Hektar großen Grundstück. Das Unternehmen hatte deutschlandweit nach Flächen gesucht und wird noch an drei weiteren Standorten in Berlin, München und Frankfurt am Main investieren. In Thüringen entsprachen die Flächen in Nobitz als einzige im Freistaat den Anforderungen des Unternehmens.

Baufahrzeuge stehen im Schnee auf einer großen Wiese
Die Baufahrzeuge für das Gelände des US-Online-Autohändlers müssen wegen des Schnees in Nobitz eine Pause einlegen. Bildrechte: MDR/Marian Riedel

Die Copart Deutschland GmbH bietet über Auktionen im Internet (Unfall-)Fahrzeuge an - von Pkw über Lkw bis hin zu Nutzfahrzeugen. Weltweit arbeiten mehr als 2.500 Mitarbeiter an 166 Standorten für das Unternehmen. In Nobitz sollen 4.200 Stellplätze für Fahrzeuge entstehen. Sie sollen dort besichtigt, entmüllt und grob gereinigt werden, bevor sie über das Internetportal des Unternehmens verkauft werden.

Generell finden Firmen nach Angaben der Landesentwicklungsgesellschaft in Thüringen kaum noch größere Gewerbeflächen im Freistaat. Der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) hofft, dass die lange ersehnte Neuansiedlung am Flugplatz Signalwirkung auf andere Unternehmen hat. Es gebe bereits Gespräche mit anderen Interessenten, sagte Läbe MDR THÜRINGEN.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | THÜRINGEN JOURNAL | 08. März 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. März 2018, 12:06 Uhr

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2 Kommentare

10.03.2018 12:36 Anmerker 2

Wahlkampf - 3 Mega-Ansiedlungen!

08.03.2018 12:43 M Ü L L E R 1

Das ist ja schön:
Die Gebrauchtwagen werden
GROB gereinigt und ENTMÜLLT !!!!
Und wer soll diese Dreckschleudern dann käuflich erwerben?

Die baltischen und osteuropäischen
"Autospediteure" freuen sich schon auf diesen Präsentierteller.

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