Coronavirus in Thüringen Maskenpflicht für Schüler in Jena hat Bestand

Die Stadt Jena bleibt bei der Mundschutzpflicht im Unterricht ab kommenden Montag. Demnach dürfen nur auf dem Schulhof und während der Klausuren und Prüfungen keine Masken getragen werden. Die Entscheidung fiel nicht leicht, so Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP). Doch der Bereich Schule sei mit besonderer Vorsicht zu betrachten.

Petition gegen Maskenpflicht

Die Ankündigung der Stadt hat hohe Wellen geschlagen. Eine Petition mit über 1.500 Unterschriften kursiert im Internet. Kritik kommt von Eltern, Lehrern, einigen Stadträten und auch Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke). Der hatte den Schritt der Stadt bedauert, weil er wieder Verunsicherung erzeuge.

Corona-Krisenstab: Höchstmögliche Sicherheit

Jena fahre das Konzept der höchstmöglichen Sicherheit, sagte Benjamin Koppe (CDU), der Leiter des Jenaer Krisenstabs. Er beruft sich auf Studien, wonach das Corona-Virus bis zu drei Stunden in der Raumluft infektiös bleibt. Nach den Worten des Jenaer Verantwortlichen hilft ein Mund-Nasen-Schutz, Ansteckungen zu vermeiden. Die Schulen sollten kreativ sein, etwa indem sie die Räume häufig lüften.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 28. April 2020 | 15:30 Uhr

32 Kommentare

hajo vor 10 Wochen

@Grosser Klaus, bitte nicht immer durch copy and paste die Kommentare aus anderen Beiträgen ohne neue Erkenntnisse verteilen. Hier ist Sachverstand erforderlich und nicht nur Unterstellungen und Vermutungen welche Sie ständig verbreiten. Es geht auch darum die Beiträge zu kommentieren.

Lobedaer vor 10 Wochen

Sie äußern nur Vermutungen und Unterstellungen. Haben Sie auch ein belastbares Argument? Völlig daneben ist Ihre Argumentation mit dem GG. In § 28 Abs. 1 sind die Befugnisse für die "zuständige Behörde", hier das Gesundheitsamt der Stadt Jena, einschließlich der Grundrechtseinschränkungen ebenso geregelt, wie die Möglichkeit für Rechtsverordnungen der Landesregierung, einschließlich der Möglichkeit von Grundrechtseinschränkungen. Während § 32 IfSG eine Kann-Vorschrift ist, ordnet § 28 IfSG für die zuständige Behörde eine Pflicht an. Das macht von der Systematik des Gesetzes auch Sinn. Wenn lokal eine Krankheit ausbricht, macht es keinen Sinn, landesweite Verordnungen zu erlassen. Und kein Mundschutz in geschlossenen Räumen, aber Mundschutzpflicht während der Pause, sodass die Kinder nichts essen können, ist aus fachlicher Sicht kritikwürdig. Der Abstand von 1,5 m reicht nun mal in geschlossenen Räumen nicht aus, zumal er oftmals nicht eingehalten wird. Es müssten mindestens 3,5 m sein!

Sigrun vor 10 Wochen

Letzte Antwort an Sie:
Sie haben keine wirklichen Argumente. Was wollen Sie den jetzt mit dem Atomstrom? Inzwischen spricht der OB mit dem Bildungsminister mit dem Ziel, eine Lösung für die Schulen zu finden. War wohl doch voreilig, was die Maskenpflicht in Jenaer Schulen betrifft. Und wenn Sie sich mit dem GG so gut auskennen, dann wissen Sie doch, dass im Zusammenhang mit Corona die Grundrechte massiv eingeschränk wurden. Ja, es gilt, abzuwägen. Das heißt aber nicht, dass man immer weiter Menschen zwingt. Wichtiger wäre z.B., die Abstandswahrung in Jena endlich umzusetzen. Und das ist die Aufgabe des OB. Da wird aber nicht wirklich gehandelt. Die Maskenpflicht in Schulen ist nur ein weiterer Versuch vom Versagen an anderer Stelle (Durchsetzung des Mindesabstands) abzulenken.

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