Brände in Thüringen Brandserie in Jena - Polizei vermutet Brandstiftung

Mehrere Brände in Jena, Sondershausen und Gera beschäftigen die Thüringer Polizei. Zwischen 1:45 Uhr und 5:45 Uhr brachen nacheinander in drei Jenaer Wohnhäusern Kellerbrände aus. In einem Fall mussten die Bewohner aufgrund starker Rauchentwicklung das Haus verlassen. Sie blieben unverletzt, können aber vorerst nicht in ihre Wohnungen zurück. Das Feuer hat die Versorgungsleitungen im Keller zerstört. Im Haus gibt es weder Wasser noch Strom. Sieben Familien kamen in Hotels unter, die anderen bei Verwandten.

Bei der nächtlichen Brandserie in der Innenstadt von Jena gehen die Ermittler von Brandstiftung aus. Denn Polizei und Feuerwehr rechnen noch weitere Brände der vergangenen Tage dazu. Insgesamt habe es fünf Kellerbrände innerhalb der letzten zehn Tage gegeben. Das teilten die Ermittler am Samstagvormittag in Jena mit. In allen Fällen hatten der oder die Täter demnach Zugang zu den Kellern, es habe keine Spuren von Gewalt gegeben. Einsatzleiter Peter Schörnig sprach von einer ernsten Situation, die es so noch nicht gegeben habe.

Am Vormittag konnte laut Polizei ein weiteres Feuer noch rechtzeitig gelöscht werden. Der oder die Täter hätten nicht davor zurückgeschreckt, Menschenleben zu gefährden, hieß es. Polizei und Feuerwehr bitten um Zeugenhinweise.

Ostthüringen Brände in Jena, Gera und Sondershausen

Bei einer nächtlichen Brandserie in Jena geht die Feuerwehr bislang von Brandstiftung aus. Dort waren Kellerbrände in drei Wohnhäusern ausgebrochen. Auch in Gera-Pforten und Sondershausen brannte es.

Feuerwehrmänner vor einem Wohnhaus
In der Nacht hatte es in Kellern von drei Wohnhäusern in Jena gebrannt. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Feuerwehrmänner vor einem Wohnhaus
In der Nacht hatte es in Kellern von drei Wohnhäusern in Jena gebrannt. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Feuerwehrmänner vor einem Wohnhaus
Besonders verheerend war der Brand in der Frauengasse. Wegen der starken Rauchentwicklung musste die Feuerwehr 13 der 25 Wohnungen evakuieren. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Feuerwehrmänner vor brennendem Schuppen
Ebenfalls am Freitagabend wurde die Feuerwehr Gera zu einem Brand gerufen. Bildrechte: MDR/Björn Walther
Feuerwehrmänner vor brennendem Schuppen
Auf einem unbewohnten Grundstück in Gera-Pforten war ein Schuppen in Brand geraten. Bildrechte: MDR/Björn Walther
Feuerwehrmänner vor brennendem Schuppen
Wegen des starken Rauchs wurden in der Nähe wohnende Einwohner gewarnt. Bildrechte: MDR/Björn Walther
Feuerwehrmänner vor brennendem Schuppen
Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Bildrechte: MDR/Björn Walther
Feuerwehrleute auf einer Drehleiter.
Bei einem Wohnhausbrand in Sondershausen sind neun Menschen mit Verdacht auf leichte Rauchvergiftung ins Krankenhaus gekommen. Bildrechte: MDR/Martin Wichmann
Feuerwehrleute auf einer Drehleiter.
Die Feuerwehr musste die Bewohner mit Drehleitern aus ihren Wohungen retten. Bildrechte: MDR/Martin Wichmann
Brand Sondershausen 9.3.2019
Das Gebäude sei nach dem Brand amtlich gesperrt worden, teilte die Polizei mit. Der Ausbruchsort des Feuers wird im Keller vermutet, wo Zeitungen und anderes brennbares Material gelagert waren. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob
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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 09. März 2019 | 06:00 Uhr

Brände auch in Gera und Sondershausen

Am Freitagabend wurde die Feuerwehr Gera zu einem Brand auf einem unbewohnten Grundstück nach Gera-Pforten gerufen. Wegen starker Rauchentwicklung sind in der Nähe wohnende Einwohner über das Online-Informationssystem Katwarn gewarnt worden. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist auch in dem Fall noch nicht bekannt.

In Sondershausen sind ebenfalls am Freitagabend neun Personen bei einem Wohnhausbrand verletzt worden, weil sie zu viel Rauch eingeatmet hatten. Das Gebäude sei nach dem Brand amtlich gesperrt worden, teilte die Polizei mit. Damit könne die Kripo am Montag mit den Ermittlungen beginnen. Den Bewohnern seien kurzfristig andere Wohnungen zur Verfügung gestellt worden. Zur Brandursache gibt es noch keine Angaben. Laut Polizei wird der Ausbruchsort im Keller vermutet, wo Zeitungen und anderen brennbares Material gelagert waren.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 09. März 2019 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. März 2019, 10:00 Uhr

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2 Kommentare

11.03.2019 12:36 Rolfi 2

zu #1
Sie dürfen auch keinen Wachhund auf Einbrecher oder Brandstifter hetzen, verstößt gegen die Menschenwürde. Sie Können nur alles geschehen lassen und auf Polizei und Staatsanwalt vertrauen-vielleicht wird der Fall nach Jahren aufgeklärt.

09.03.2019 17:05 Fragender Rentner 1

Man darf ja auch keine Kamera aufstellen, die mögliche Täter erkennen kann, dass verstößt ja nur gegen was eigendlich?

Die können zündeln und man darf sich nicht wehren, wem seine Rechte müssen hier eigentlich geschützt werden??? :-(((

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