Rund 1.000 Arbeitsplätze Stadt bestätigt Amazon-Ansiedlung in Gera

Die Ansiedlung des Online-Händlers Amazon bringt nach Angaben von Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos) rund 1.000 Arbeitsplätze für die Region. Erstmals bestätigte die Stadtverwaltung am Donnerstag offiziell das Projekt, für das ein 42 Hektar großes Areal in Gera-Cretzschwitz vorgesehen sei.

Eine Autobahnanbindung des Areals sei ohne Ortsdurchfahrt möglich. "Der Arbeitsmarkt in Gera und der Region Ostthüringen wird einen spürbaren Schub durch die hohe Anzahl an Arbeitsmöglichkeiten erleben", erklärte Vonarb. Gera reihe sich damit in Städte mit Amazon-Standorten wie Leipzig, Berlin, Dortmund und Mönchengladbach ein. "Die Stadt Gera freut es außerordentlich, dass die Verhandlungen positiv verliefen und das Grundstück den Zuschlag durch die attraktive Lage erhielt", erklärte der Oberbürgermeister.

Erste Hinweise auf Ansiedlung schon seit Mitte August

Bereits seit Mitte August haben die Bauarbeiten an dem Logistikzentrum in Gera begonnen. Ein Hinweisschild auf dem Areal im Gewerbegebiet deutete darauf hin. Die Stadt und das Unternehmen hatten die Pläne aber nie offiziell bestätigt.

Im Oktober 2019 hatte Amazon in Erfurt-Stotternheim ein 22.000 Quadratmeter großes Verteilzentrum eröffnet. Der Konzern verfügt in Leipzig bereits seit 2006 über ein Logistikzentrum. Im Juli hatte das Unternehmen dort 20.000 Quadratmeter Fläche für ein neues Verteilzentrum angemietet.

Orte der besondere Sorte: Amazon-Logistikzentrum Leipzig
Wie hier in Leipzig soll auch in Gera ein neues Logistikzentrum entstehen (Symbolbild) Bildrechte: MDR JUMP

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa/jw

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 27. August 2020 | 18:00 Uhr

8 Kommentare

Knallerbse vor 8 Wochen

Wenn ich das hier so lese, erstmal wird alles schlechtgemacht, verteufelt. Arbeitsplätze? Wer baut das Objekt? Innenausbau, Nebengewerke. Keine Arbeitsplätze? Betrieb und Instandhaltung, keine Arbeitsplätze? Das ist typisch Ossi-Gejammer. Wir haben genug solcher Bauwerke errichtet von IKEA bis EDEKA oder Getzner und sonstwas. Komischerweise alles Westunternehmen, die sich nicht unbedingt den billigsten Billiganbieter annehmen müssen.

Erichs Rache vor 8 Wochen

Ich finde es ganz toll, wie der Einzelhandel in Thüringen zerschlagen wird!

Ich fände es daher sehr sinnvoll, wenn das ausländische Unternehmen Amazon weiterhin nur geringe bis gar keine Steuern zahlen muss und exorbitante Subventionen für das Logistikzentrum in Gera erhält.

Kelte vom Oechsenberg vor 8 Wochen

Vorab. Ich bin ein konsequenter Boykotteur von Amazon. Es gibt nichts, was ich dort kaufen könnte, was es nicht im normalen Handel für mich zu erwerben möglich wäre. Mich würde es nicht wundern, wenn am Samstagmorgen einer meiner Schwiegersöhne (diese Person gibt es tatsächlich) zum Bäcker geht, sich dort nach den Preisen für die Semmel erkundigt, und anschließend dieselbigen bei Amazon Prime bestellt. Leider wird die Lieferung dann nicht mehr zum Frühstück am Wochenende möglich sein.
Ich will damit sagen, okay es gibt Arbeitsplätze. Aber zu welchem Preis? Veröden unsere Innenstädte durch solche Ansiedlungen nicht noch mehr. Etliche Menschen, wenn nicht sogar die überwiegende Mehrheit, regen sich über das Sterben der Innenstädte auf, das dort nichts los ist, aber vor der Haustür stehen 5 Lieferdienste Schlange um die Onlinepakte loszuwerden. Wie pervers ist das?

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