Streit um Straßenbahnkauf Gera: Oberbürgermeister stimmt Kauf von sechs neuen Straßenbahnen zu

Seit Monaten streitet der Geraer Stadtrat über die Anschaffung von sechs neuen Straßenbahnen. Oberbürgermeister Vonarb will nun seine Beanstandung gegen den Stadtratsbeschluss zurückziehen und macht damit den Weg für den Kauf der neuen Bahnen frei.

Eine Straßenbahn
Ursprünglich hatte sich Vonarb für 12 neue Bahnen ausgesprochen. (Symbolbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos) stellt sich nicht länger gegen den Kauf von sechs Straßenbahnen. Wie die Stadt mitteilte, zieht er die Beanstandung eines Stadtratsbeschlusses zum Kauf der neuen Straßenbahnen für die GVB Verkehrs- und Betriebsgesellschaft Gera zurück.

Mit diesem Rückzug will Vonarb den Weg für den Kauf von wenigstens sechs Bahnen freimachen. Ursprünglich hatte sich Vonarb für 12 neue Bahnen ausgesprochen. Jetzt müsse die Auseinandersetzung aber ein Ende haben, sagte Vonarb.

Mit dem neuen Nahverkehrsplan im nächsten Jahr soll entschieden werden, ob doch mehr Bahnen angeschafft werden. Laut Vonarb gibt es dazu im Geraer Wirtschaftsausschuss schon Überlegungen. Ein entsprechender Beschluss soll 2021 gefasst werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 16. Oktober 2020 | 18:30 Uhr

5 Kommentare

kuppsteiner vor 5 Wochen

Danke für die Kommentare mit "viel Ahnung". Wo kommt eigentlich das Geld aus Erfurt her? Ich tippe mal letztlich auf den Steuerzahler. Und damit bitte sorgfältig umgehen...
Offensichtlich war die Entscheidung im Stadtrat doch nicht rechtswidrig. Wie man sich doch irren kann...
6 Bahnen sind schon okay. Wenn Gera weiter aufblüht, kann man ja sicher nachlegen.

Harka2 vor 5 Wochen

Tja, wenn man keine Ahnung hat, dann feiert man auch schon mal den Kauf von gerade mal sechs neuen Straßenbahnen. Gera bleibt dann auf längere Sicht auf den veralteten Tatra-Straßenbahnen sitzen, die nach über 30 Einsatzjahren sehr kostenintensiv in der Wartung und den Betriebskosten sind und der Stadt Gera mittelfristig Unsummen an Unterhaltungskosten verursachen werden. Hätte man mehr neue Straßenabahnen geordert, würden die und ihre geringeren Unterhaltungskosten vom Freistaat gefördert und die wesentlich geringeren Wartungskosten der Neufahrzeuge vom Freistaat übernommen. Die modernen Niederflurfahrzeuge wären somit mittelfristig nicht nur viel billiger gewesen und hätten den Komfort deutlich erhöht, ihre wesentlich geringeren Betriebskosten hätten auch den Stadthaushalt deutlich entlastet. Tja, dass lässt Rückschlüsse bezüglich der Fachkompetenz der Entscheider zu und auch bezüglich ihrer Kompetenz in Wirtschaftsfragen.

Lothar Thomas vor 5 Wochen

Na Endlich, jetzt kommt ein bisschen Bewegung in diese verfahrene Debatte.

Müssen sich die alten Tatra's erst auf der Straße in ihre Einzelteile auflösen, bis einmal etwas NEUES angeschafft wird?

Dieses Gezerre war ja langsam nicht mehr auszuhalten.

Die Fahrgäste werden es auch hoffentlich Danken, wenn ein verbesserter Komfort erkennbar ist.

Die Damen und Herren des Stadtrates sollten auch einmal des Öfteren mit dem ÖPNV zu ihren Sitzungen fahren und nicht immer nur in der dicken Limousine erscheinen, dann wären sie eher bereit auch mal was im ÖPNV zu investieren.

6 neue Bahnen sind doch erst mal ein Anfang, wenn man dann den Unterschied sieht, geht es hoffentlich weiter mit der Nachbestellung für die Nächsten Bahnen.

Ein kleiner Hinweis sei gestattet, bei solchen Bestellungen macht man Verträge mit Optionen für weitere Bahnen, um nicht noch einmal von vorne das gesamte Prozedere neu beginnen zu müssen.
Die Optionen werden bei Bedarf gezogen.
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