Gera Gera bewirbt sich als Kulturhauptstadt und verzichtet auf Landesmittel

Der Stadtrat von Gera hat grünes Licht für die Bewerbung Geras als Kulturhauptstadt Europas 2025 gegeben. Mit großer Mehrheit stimmten die Stadträte am Donnerstagabend dafür.

Sitzung des Stadtrats Gera
Stadtrats-Sitzung am Donnerstagabend. Bildrechte: MDR/Franziska Heymann

Gera werde als krasser Außenseiter ins Rennen gehen, sagte Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos). Dennoch hoffe er auf den Zuschlag. Laut Vonarb hat das Land Thüringen der Stadt Gera als auch der privaten Initiative "Gera2025" jeweils einen sechsstelligen Betrag in Aussicht gestellt, um das Vorhaben zu unterstützen.
Die Bewerbung soll Teil einer Kulturinitiative sein. Dabei gehe es nicht darum, Kultur für Eliten zu schaffen, sondern für die breite Masse, sagte Vonarb. Bis zum Jahr 2019 muss nun die Bewerbung erarbeitet werden. Im Herbst 2020 fällt die Entscheidung, welche deutsche Stadt das Rennen macht. Gegen Gera treten sieben weitere deutsche Städte an - unter anderem Dresden, Magdeburg, Chemnitz und Nürnburg. Neben Deutschland darf sich für 2025 auch eine Stadt aus Slowenien bewerben.

Außerdem zieht die Stadt ihren Antrag auf Landeszuweisungen zurück. Mit dem Verzicht auf 6,4 Millionen Euro will Gera erreichen, dass das Landesverwaltungsamt den Haushalt der Stadt zeitnah genehmigt. Ohne die Millionen vom Land muss die Stadt zwar eine Haushaltssperre verhängen, die betrifft jedoch nur die Verwaltung. Dringend nötige Investitionen beispielsweise in Schulen könnten dann angeschoben werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 27. September 2018 | 22:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. September 2018, 16:29 Uhr

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3 Kommentare

28.09.2018 20:51 berliner 3

Ja, es wäre schön für Gera, dass sicherlich mit vielen Problemen zu kämpfen hat, wenn es so ein Leuchtturmprojekt wie "Kulturhauptstadt" bekommt

Aber mal ganz ehrlich: Wie soll Gera das finanzieren. Die haushaltslage der Stadt ist desolat und wahrscheinlich ist selbst der Eigenanteil, den die Stadt stemmen müsste nicht zu finanzieren. Auch ist schwer vermittelbar, dass für ein "Leuchtturmprojekt" Geld da ist, während sonst an allen Ecken und Enden gespart werden muss - weil das geld fehlt.

Auch ist bei solchen projekten über das Jahr hinaus oft kein wirtschaftlich oder touristisch positiver effekt messbar.

Also lieber erst mal die hausaufgaben machen, liebe Stadtpolitiker und wenn da alles im Lot ist, dann kann man sich um Kulturhauptstädte und ähnliches kümmern

28.09.2018 19:59 Mproesel 2

Hallo ich finde es gut wenn wir uns für Kultur einsetzen und diese auch fördern. Wenn Gera aber weiter seine Verkehrswege derart vernachlässigt wie zur Zeit, brauchen wir uns nicht wundern wenn Gera niemand besuchen möchte. Vielleicht sollte endlich Mal begonnen werden an der Infrastruktur zu arbeiten wozu die Verkehrswege auch gehören. Gera macht sich zur Zeit hauptsächlich einen Namen als Schlagloch Hauptstadt. Das Horten Kaufhaus verrottet,der Milchhof in Tinz halb abgebrannt halb Ruine. Wenn soetwas unseren Gästen zu Gesicht bekommen, kann ich mir Gera als Kulturhauptstadt nicht annähernd vorstellen. MFG ein besorgter Geraer Bürger.

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