Anzeige gegen Unbekannt Brand in Geschäftshaus: Löscharbeiten in Gera behindert

Nach dem Behindern von Löscharbeiten am Montagabend in Gera hat die Stadt Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Nach Angaben einer Stadt-Sprecherin wurde das Leben von Feuerwehrleuten riskiert. Das verurteile die Stadt und habe Anzeige erstattet.

Hydrant abgestellt - Feuerwehrleute gefährdet

Das Feuer war am Montagabend gegen 21 Uhr in einem ehemaligen Geschäftshaus ausgebrochen. Während der Löscharbeiten hatten Unbekannte mehrfach die Löscharbeiten behindert und den Hydranten abgestellt. So war die Zufuhr von Löschwasser unterbrochen.

Die Kameraden hätten im Gebäudeinneren ohne Löschwasser körperliche Schäden davontragen können, sagte ein Feuerwehrsprecher MDR THÜRINGEN. Deshalb werde nun ermittelt.

Die Flammen hatten vom dritten Obergeschoss des ehemaligen Handelshauses auf das Dach übergegriffen. Dieses stürzte gegen 23 Uhr komplett ein, wie Augenzeugen MDR THÜRINGEN berichteten. Die Berufsfeuerwehr Gera und freiwillige Feuerwehren sind auch Dienstagmorgen noch immer im Einsatz. Das ehemalige Gewerbegebäude gegenüber dem Hauptbahnhof steht seit Jahren leer. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Bus- und Zugverkehr sind nicht beeinträchtigt, im Umfeld des Brandes kommt es jedoch zu Verkehrsbehinderungen. Durch den Brand entstand ein von mindestens 100.000 Euro.

Feuerwehrmänner versuchen von einer Drehleiter aus den Brand in einem leerstehenden Haus in Gera zu löschen.
Feuerwehrmänner versuchen den Brand von einer Drehleiter aus zu löschen. Bildrechte: MDR/Bodo Schackow

Innenminister verurteilt Behinderung von Löscharbeiten

Am Dienstagnachmittag äußerte sich auch Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) zu dem Fall. Auf seinem Twitteraccount verurteilte er das Behindern der Löscharbeiten in Gera aufs Schärfste. Sollte es sich bewahrheiten, überträfe das alles bisher Dagewesene, so Maier. Weiterhin sprach er von einem Angriff auf das Leben von Feuerwehrleuten.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Nachrichten | 03. September 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. September 2019, 17:53 Uhr

6 Kommentare

martin vor 1 Wochen

Werter Durchlaucht, mir scheint Er sei ein wenig abgehoben und verstehe Sein Volk nicht.

Es gibt weder DIE Deutschen, die die gesamte Welt retten wollen, noch DIE Deutschen die jeglichen Respekt vor allem und jedem verloren haben.

Dass Sie es schlimm finden, dass es Menschen wie mich gibt, damit kann ich gut leben. Allerdings habe ich nirgends geschrieben, dass ich meine Phantasien auch ausleben möchte. Ich stehe dazu, dass ich Phantasien haben, genauso wie ich dazu stehe, Fan des Grundgesetzes zu sein. Ich sehe ein, dass Fürsten und Demokratie natürliche Widersacher sind ....

Ihre Stimmung jedoch ist mir sowas von ....
Ich wünsche Ihnen trotzdem einen angenehmen Tag.

Fuerst Myschkin vor 1 Wochen

Der Feuerwehr, die löschen will, das Wasser abzudrehen, erzeugt bei mir nur noch ein müdes Kopfschütteln. Inzwischen habe ich nicht einmal mehr Lust, mich über derartiges aufzuregen. Was ist nur in diese Menschen gefahren ? Keine Achtung vor dem Leben, der Gesundheit und dem Eigentum der Bürger. Auf der einen Seite spielen sich Deutsche als Retter der Menschheit auf, auf der anderen Seite sind sie nicht mehr in der Lage, geringste Normen zivilen Zusammenlebens einzuhalten. Das sind doch hier keine Einzelfälle mehr. Irgend etwas läuft in Deutschland ganz gewaltig schief. Ich mag mir dieses Land, nicht in ein paar Jahren vorstellen. Schlimm finde ich auch, dass es Menschen wie User Martin gibt. Der will Phantasien ausleben und beweist damit, dass er nicht besser ist, als die das Wasser abgedreht hatten. Nur gut, dass er seine Phantasien nicht näher konkretisierte. Dies würde meine hoffnungslose Stimmung vermutlich noch mehr drücken.

martin vor 1 Wochen

Schade, dass man den / die Hydranten-Abdreh-Täter vermutlich nicht erwischen wird. Ich hätte schon Phantasien, was ich mit solchen 'Menschen' (um nicht gegen die Richtlinien zu verstoßen) gern machen würde.

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