30 Lehrer in Quarantäne Corona-Infektionen: Regelschule in Gera geschlossen

Die Bieblacher Schule in Gera ist wegen Corona-Infektionen vorsorglich geschlossen worden. 30 Lehrer sind bereits in Quarantäne. Auch am Liebe-Gymnasium muss mit Ausfällen gerechnet werden.

In einem leeren Unterrichtsraum an einer Grundschule sind die Stühle auf einen Tisch gestellt.
Ein leeres Klassenzimmer mit hochgestellten Stühlen (Symbolbild). Bildrechte: Dehli News

Die Bieblacher Schule in Gera ist wegen Corona-Infektionen bei Schülern vorsorglich geschlossen worden. Wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung sagte, kann der Schulbetrieb nicht mehr aufrechterhalten werden. Grund sei, dass insgesamt 30 Lehrer in Quarantäne seien. Außerdem hätten Schüler aus drei verschiedenen Klassen Kontakt zu einem Schüler gehabt, der sich mit dem Virus angesteckt hat.

Auch am Liebe-Gymnasium müsse mit Unterrichtsausfällen gerechnet werden, so die Sprecherin. Dort hatte sich ein Schüler infiziert. An der Grundschule Bieblacher Hang werde der Unterricht so gut es geht weiterlaufen.

Corona-Krisenstab nimmt Arbeit wieder auf

Nach dem Bekanntwerden mehrerer Infektionsfälle an Schulen hat Bürgermeister Kurt Dannenberg den Corona-Krisenstab der Stadt Gera am Donnerstag wieder einberufen. Zunächst in kleiner Besetzung soll das Team das Gesundheitsamt unterstützen. Das aktuelle Infektionsgeschehen mache deutlich, dass das Corona-Virus in Gera nach wie vor aktiv sei, sagte Oberbürgermeister Julian Vonarb.

Fünf Corona-Fälle an drei Schulen in Gera

Nach fünf Corona-Fällen an drei Schulen in Gera hat das zuständige Gesundheitsamt am Mittwoch 200 Kontaktpersonen getestet. Bis zum Ende der Woche sollen nach Angaben der Stadt alle Ergebnisse vorliegen. Betroffen sind Schüler aus der Schule "Am Bieblacher Hang", der 12. Regelschule (Bieblacher Schule) und dem Liebe-Gymnasium, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Die jeweiligen Mitschüler seien vorsorglich in Quarantäne geschickt worden. Weitere Kontaktpersonen würden ermittelt. Wo sich die Betroffenen infiziert haben ist demnach unklar. Neben den fünf Kindern wurden auch drei Erwachsene aus deren Familien positiv getestet.

Ampelsystem für Thüringens Schulen

In Thüringen gilt gegenwärtig ein Ampelsystem für Schulen. Bei Stufe Grün herrscht normaler Schulbetrieb mit vorbeugendem Infektionsschutz. Bei Stufe Gelb ist bei einem Schüler oder Lehrer eine Corona-Infektion nachgewiesen worden. Diese Person und alle in Kontakt stehenden Personen dürfen die Schule nicht mehr betreten und stehen unter Quarantäne. Bei Stufe Rot lässt sich nicht klären, wer die Kontaktpersonen sind oder alle Schüler und Lehrer gelten als Kontaktpersonen. Dann wird die Schule vorübergehend geschlossen.

Die folgende Karte gibt einen Überblick über Thüringer Schulen mit den Stufen Gelb und Rot. Die Karte wird mehrmals täglich aktualisiert.

Quelle: MDR THÜRINGEN, the

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 08. Oktober 2020 | 14:00 Uhr

6 Kommentare

Peter vor 2 Wochen

Großer KLaus; Verstehe ich Sie richtig, Sie sind der Meinung, man sollte eigentlich nichts gegen die Ausbreitung des Corona-Virus tun.
Auf den Intensivstationen ist ja schließlich noch Platz. Und dass auch jeder fünfte junge Corona-Patient unter Spätfolgen leidet, ist auch nicht so schlimm.
Zum Glück gibt es nur ganz wenige Mitbürger, welche solche Meinungen vertreten, wie Sie es tun. Allerdings ist auch klar, diese "Hinweise" sind eher dazu angetan, die Krise zu verschärfen, denn sie einzudämmen. Das sollte Ihnen bewußt sein.

mattotaupa vor 2 Wochen

"Covid-19 ist eine Atemwegserkrankung und die haben ab der KW 40 in Deutschland nun mal Saison." ist also schicksal und kann man nichts gegen machen? bei grippe gibt es ne impfung, welche mal mehr mal weniger schützt und gegen covid19 gibt es bislang nur die möglichkeit die ausbreitung mit einfachen textilien zu behindern (oder präsidiale steroid-cocktails). eine aktionslose schicksalsergebenheit ist unfug.

mattotaupa vor 2 Wochen

"... Frankreich verweist, dass da in einigen Regionen ja schon wieder die Intensivstationen voll werden ..." googeln sie "frei intensivplätze deutshcland kart", denn da sehen sie, daß dies auch in einigen regionen hierzulande der fall ist. berlin hat bereits erste engpässe (insgesamt 84% der intensivplätze belegt), im artikelbezogenen thüringen melden jena, gera, ilmenau, bad salzungen auch "erste engpässe". klar das ist noch nicht "überlastet" aber ein hinweis auf die eingeschlagene richtung.

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