Kulturpolitik Gera will Region in Kulturhauptstadt-Bewerbung für 2025 einbeziehen

Die Stadt Gera plant, für ihre Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2025 die Region Ostthüringen mit einzubeziehen. Angedacht sind Gespräche mit dem Altenburger Land und dem Landkreis Greiz sowie mit Jena, um das volle, kulturelle Potenzial der Region auszuschöpfen, wie Projektmanager Peter Baumgardt MDR THÜRINGEN sagte. Er tritt in diesen Tagen offiziell sein Amt an.

Sieger im Rennen um Kulturhauptstadt-Titel wird 2020 bekannt gegeben

Die Orangerie, in der sich die Kunstsammlung Gera befindet.
Einer der kulturellen Anziehungspunkte Geras: die Orangerie, in der die Kunstsammlung unter anderem mit Werken von Otto Dix untergebracht ist (Archivfoto). Bildrechte: dpa

In der ersten Bewerbungsrunde soll insbesondere die kulturelle Vielfalt der Stadt mit ihren zahlreichen Museen und Vereinen, der Wismut-Geschichte, dem Fünfsparten-Theater und schöner Natur herausgearbeitet werden. Dabei will Baumgardt gemeinsam mit der Initiative Gera 2025 die Vielfalt Europas zeigen, versammelt in einer kleinen Stadt wie Gera. Auch die Geraer selbst können an dem Bewerbungsprozess mitwirken, unter anderem bei einer Ideenwerkstatt. Zusammen mit der Bewerbung soll auch ein Kultur-Entwicklungskonzept 2030 entstehen, um für Gera langfristige Ziele festzuschreiben.

Eine konkrete Finanz- und Veranstaltungsplanung ist in der ersten Bewerbungsrunde noch nicht nötig. Die muss Gera erst vorlegen, wenn die Stadt die nächste Runde erreicht. Das Land Thüringen unterstützt Gera in der ersten Bewerbungsrunde mit 120.000 Euro. Bis Ende Juni soll die Projektgruppe um Baumgardt und die Initiative Gera 2025 dem Stadtrat eine Ideenskizze vorlegen, die danach verfeinert wird. Ende September müssen Gera und die sieben Mitbewerber ihre Bewerbungsunterlagen bei der Kultusministerkonferenz der Länder einreichen. Im November steht dann fest, welche Stadt es in die zweite Runde im Rennen um den Titel Kulturhauptstadt schafft. Neben Gera bewerben sich Chemnitz, Dresden, Hannover, Hildesheim, Magdeburg, Nürnberg und Zittau um den Titel Kulturhauptstadt Europas. Der Sieger wird im Herbst 2020 ermittelt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Das Fazit vom Tag | 03. Januar 2019 | 18:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Januar 2019, 12:43 Uhr

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5 Kommentare

04.01.2019 19:02 Realist2014 5

@Stuckmann: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Der Größenwahn und die am Ende immer teueren Prestigeobjekte ruinieren Gera schon seit Jahrzehnten. Nach der Wende wollte Gera Landeshauptstadt werden. Es folgten Seifenblasen und Witznummern wie „geistig-kulturelles Oberzentrum“, Einkaufsstadt, Theaterhochburg (sinngemäß), Otto-Dix-Stadt, Sitz einer weiteren technischen Hochschule (Wahlkampfgag von Vonarb) und nun will man so ganz ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten und Kultur also europäische Kulturstadt werden. Was sollen sich denn die zahllosen Touristen, die dann zweifellos aus ganz Europa, ja aus der ganzen Welt nach Gera strömen und ihre Dollars dort lassen werden, anschauen? Ich war schon häufigaus privaten Gründen in Gera und kenne mich dort aus. Wie gesagt, schönes Theater (war dort mal zu einem Konzert), netter Bugapark(war aber auch ein Verlustgeschäft) und ein anständigerTierpark. Wie wäre es mal mit „Wir bleiben auf dem Teppich und bringen unsere Finanzen in Ordnung“-Stadt?

04.01.2019 10:36 Spike 4

Die BUGA lässt grüßen. Man sollte nicht zweimal gegen die selbe Mauer laufen. Die Einbeziehung des Umlandes macht die Sache auch nicht besser.

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